CSU-Chef Söder fordert Pilotprojekt für Mini-Atomkraftwerke in Bayern
Wichtige Fakten
- • CSU-Chef Markus Söder fordert ein Pilotprojekt für Mini-Atomkraftwerke in Bayern.
- • Die EU plant verstärkte Investitionen in Atomkraft, laut Kommissionspräsidentin von der Leyen.
- • Die Bundesregierung ist über die Rückkehr zur Kernenergie gespalten.
- • Befürworter sehen in SMR-Reaktoren eine kostengünstige Alternative zu großen AKWs.
- • Gegner befürchten neue Risiken und Kontrollprobleme durch viele kleine Anlagen.
Zusammenfassung
CSU-Chef Markus Söder wirbt für ein Pilotprojekt mit Mini-Atomkraftwerken in Bayern und argumentiert, dass Kernenergie 2.0 neue Technologien wie modulare Kleinreaktoren und Kernfusion ohne frühere Gefahren biete. Er schlägt vor, Atommüll als Brennstoff zu nutzen, und betont, dass Bayern bereit für einen Testversuch sei. Diese Forderung kommt vor dem Hintergrund, dass die EU unter Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verstärkt in Atomkraft investieren will, nachdem sie die Abkehr davon als strategischen Fehler bezeichnet hat.
Politische Kontroverse
In der Bundesregierung aus Union und SPD ist das Thema umstritten: Bundeskanzler Friedrich Merz hält den Atomausstieg für irreversibel, bedauert ihn aber, während Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) die EU-Pläne kritisiert und Zweifel an der Praxistauglichkeit von Mini-AKWs äußert. Befürworter sehen in SMR-Reaktoren eine kostengünstige Alternative, Gegner befürchten neue Risiken und Kontrollprobleme. Länder wie Großbritannien, Tschechien und Polen treiben die Entwicklung voran.
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