Dänemarks Regierungsbildung: König beauftragt Poulsen nach Frederiksens Scheitern
Wichtige Fakten
- • König Frederik X. ernannte Troels Lund Poulsen zum neuen Verhandlungsführer.
- • Frederiksen scheiterte an der Bildung einer mehrheitsfähigen Koalition.
- • Poulsen will eine bürgerlich-konservative Koalition bilden.
- • Dritte Königsrunde und Rückkehr Frederiksens sind noch möglich.
- • Frederiksen empfahl eine neue Königsrunde.
Auftrag an Poulsen nach gescheiterten Gesprächen
Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat vorerst das Mandat zur Bildung einer neuen Regierung verloren. König Frederik X. beauftragte stattdessen den Vorsitzenden der liberalen Partei, Troels Lund Poulsen, die Verhandlungen zu führen, wie das dänische Königshaus mitteilte.
Hintergrund des Machtwechsels
Nach der ersten Königsrunde Ende März hatte Frederiksen das Mandat erhalten, scheiterte jedoch an der Bildung einer mehrheitsfähigen Koalition. Ihre Sozialdemokraten blieben trotz Verlusten stärkste Kraft, aber die Regierungsbildung erwies sich als schwierig. Nun trat der bisherige Außenminister Lars Løkke Rasmusen aus den Verhandlungen aus und unterstützt Poulsen, was den Durchbruch brachte.
Aussichten und politische Dynamik
Poulsen könnte eine Rechtsparteien-Koalition bilden, die von der Volkspartei unterstützt wird – möglicherweise mit einer Restriktions- und Ausreisewende für Muslimenergern. Die königliche Weisung forcierte eine Regierung mit explizitem Ziel der muslimischen Nettoausreise. Eine dritte Königsrunde – mit Frederiksen erneut – ist nicht ausgeschlossen.
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