Dänemark verschärft Abschieberegeln für straffällige Migranten
- • Dänemark wird ab dem 1. Mai Migranten, die zu mindestens einem Jahr Gefängnis verurteilt wurden, automatisch abschieben.
- • Die Neuregelung betrifft Ausländer, die schwere Verbrechen begangen haben, wie Körperverletzung und Vergewaltigung.
- • Die bislang geltenden Schutzmaßnahmen aus internationalen Übereinkünften verhindern eine automatische Abschiebung.
"Die dänische Regierung verstärkt ihre Anstrengungen, straffällige Migranten abzuschieben, und drängt auf EU-weite Reformen der Menschenrechtskonvention. Diese Maßnahmen könnten zu einer Erhöhung der Abschieberaten führen."
USA, Dänemark und Grönland: Fortschritte in Gesprächen zur Zukunft Grönlands
- • Eine Arbeitsgruppe mit hochrangigen Vertretern aus den USA, Grönland und Dänemark hat sich erstmals getroffen.
- • Der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen betont die konstruktive Atmosphäre, aber weist auf offene Fragen hin.
- • US-Außenminister Marco Rubio sieht den Beginn eines Prozesses, der zu einer Einigung führen soll.
"Die Gespräche zwischen den USA, Dänemark und Grönland verlaufen trotz ungelöster Fragen in konstruktiver Atmosphäre. Weitere Treffen sind geplant, um Fortschritte Richtung einer Einigung zu erzielen."
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Klimaschutz in Dänemark: CO2-Speicherung unter der Nordsee als Hoffnungsschimmer
- • Das Projekt lagert CO2 im leeren Ölfeld Nini unter der Nordsee ein.
- • Bis zu acht Millionen Tonnen CO2 sollen jährlich eingelagert werden.
- • Die dänische Regierung unterstützt das Projekt finanziell.
"Das Projekt wird als Teil der Lösung zur Erreichung der Klimaneutralität in der EU gesehen, birgt jedoch weiterhin Kritik, da es vom notwendigen CO2-Abbau ablenken könnte."
Grönland-Streit: EU berät über Antwort auf Trumps Zollandrohung – Wadephul zweifelt an EU‑US‑Handelsabkommen
- • US-Präsident Donald Trump kündigte zusätzliche Strafzölle von zehn Prozent auf Importe aus acht europäischen Ländern (Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Norwegen, Schweden, Großbritannien) an; sie sollen ab dem 1. Februar gelten und wurden mit dem Grönland-Konflikt begründet.
- • Die Botschafter aller 27 EU-Mitgliedstaaten kommen in Brüssel zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen, um eine gemeinsame Antwort zu beraten.
- • EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa warnten, Zölle könnten die transatlantischen Beziehungen untergraben und eine „gefährliche Abwärtsspirale“ auslösen.
"Kurzfristig dürfte die EU in Brüssel eine gemeinsame Linie und mögliche Gegenmaßnahmen vorbereiten. Gleichzeitig wächst der politische Druck auf das geplante EU‑US‑Handelsabkommen: Nach Wadephuls Einschätzung sinken die Chancen auf eine Ratifizierung deutlich, solange Washington die Zölle als Druckmittel im Grönland-Streit einsetzt. In den USA könnte ein parteiübergreifender Vorstoß im Kongress die Umsetzung der Zölle zwar bremsen, ein Kurswechsel Trumps ist jedoch vorerst nicht absehbar."
China weist Trumps Grönland-Vorwürfe zurück – Pekings Arktis-Interessen bleiben strategisch und wirtschaftlich
- • US-Präsident Donald Trump begründet seine Übernahmepläne für Grönland damit, sonst könnten Russland oder China die Insel „holen“.
- • China weist Trumps Vorwürfe zurück; Außenamtssprecherin Mao Ning betont, die internationale Gemeinschaft habe ein legitimes Interesse an der Arktis, Rechte und Freiheiten dort tätig zu sein müssten respektiert werden, und die USA sollten andere Staaten nicht als Vorwand für eigene Interessen nutzen.
- • Dänemark und internationale Beobachter sehen keine akute chinesische Bedrohung für Grönland; nach dänischen Angaben hat sich seit rund zehn Jahren kein chinesisches Kriegsschiff Grönland genähert.
"An der unmittelbaren Sicherheitslage rund um Grönland ändert sich laut dänischer Regierung und Experteneinschätzung wenig, zugleich dürfte Chinas langfristiger Ausbau von Eisbrecherkapazitäten und das Interesse an alternativen (u. a. transpolaren) Routen den geopolitischen Wettbewerb in der Arktis weiter anheizen. Politisch bleibt offen, ob und wie Dänemark und die USA den Streit um Trumps Grönland-Forderungen in Gesprächen entschärfen können."
Proteste gegen Trumps Grönland-Pläne: EU warnt vor Zollspirale, Trump kündigt Strafzölle an
- • In Kopenhagen demonstrierten Tausende Menschen vor dem Rathaus gegen Donald Trumps erneuerte Besitz- und Übernahmeansprüche auf Grönland; sie schwenkten dänische und grönländische Fahnen und riefen „Kalaallit Nunaat!“. (tagesschau, 17.01.2026)
- • Weitere Proteste fanden auch in anderen dänischen Städten sowie in Nuuk statt, u. a. unter den Mottos „Grönland gehört den Grönländern“ und „Hände weg von Grönland“. (tagesschau, 17.01.2026)
- • Die Proteste wurden u. a. vom Verband Uagut (Grönländer in Dänemark) in Zusammenarbeit mit der NGO ActionAid Denmark organisiert; Uagut spricht von einer gemeinsamen Botschaft für Respekt vor Grönlands Demokratie und grundlegenden Menschenrechten. (tagesschau, 17.01.2026)
"Die Lage eskaliert politisch, weil Trump seine Grönland-Forderungen nun explizit mit gestaffelten Strafzöllen gegenüber mehreren europäischen Staaten verknüpft. Die EU kündigt eine koordinierte Reaktion an und betont Souveränität und Bündnissolidarität. Parallel dürfte die europäische Militärplanung in Grönland (Übungen über 2026 hinaus möglich) weiter voranschreiten – was den transatlantischen Konflikt um Arktis-Sicherheit und Grönlands Status zusätzlich befeuern könnte."
Fehmarnbelt-Tunnel: Eröffnung verschiebt sich auf 2031 – Probleme beim Absenken der Elemente
- • Die Eröffnung des Fehmarnbelt-Tunnels verzögert sich um zwei Jahre und wird nun für 2031 statt 2029 erwartet.
- • Als Grund nennt der staatliche dänische Bauträger Sund & Bælt Holding A/S technische Schwierigkeiten beim Absenken der vorgefertigten Tunnelelemente.
- • Der Fehmarnbelt-Tunnel ist ein rund 18 Kilometer langer Absenktunnel, der Fehmarn (Deutschland) und Lolland (Dänemark) für Auto- und Zugverkehr verbinden soll.
"Ob der neue Zieltermin 2031 gehalten werden kann, bleibt laut Sund & Bælt offen, da unklar ist, ob sich Verzögerungen beim Absenken der Elemente wieder aufholen lassen. Zudem könnte eine spätere Fertigstellung der deutschen Hinterlandanbindung die Gesamtinbetriebnahme zusätzlich beeinflussen."
Dänemark und Grönland wehren sich gegen Trumps Übernahmepläne
- • Der dänische Außenminister Rasmussen und die grönländische Ministerin Motzfeldt reisten nach Washington, um zu betonen, dass Grönland nicht zum Verkauf steht.
- • US-Präsident Trump hat gefordert, dass die NATO den Weg für eine US-Übernahme Grönlands ebnen soll.
- • Der dänische Premierminister Mette Frederiksen verurteilte jegliche gewaltsame Veränderung von Grenzen.
"Die Spannungen zwischen den USA und Dänemark bleiben hoch, jedoch könnte das Treffen in Washington den Dialog verbessern. Dänemark und Grönland haben klargestellt, dass eine Übernahme Grönlands nicht akzeptiert wird, und mehrere NATO-Staaten erwägen, ihre Präsenz in der Arktis zu verstärken. Die internationale Gemeinschaft unterstützt Dänemark in seinen Bemühungen, die territoriale Integrität zu bewahren."
Grönland: Kein Verkauf an die USA trotz US-Druck
- • Grönlands Premierminister Jens-Frederik Nielsen betonte, dass Grönland 'Dänemark über die USA wählen würde'.
- • Donald Trump hat angedeutet, die USA könnten Grönland durch Kauf oder militärische Mittel übernehmen.
- • Grönlands Ministerin Naaja Nathanielsen äußerte Bedenken über die aggressive US-Rhetorik.
"Es wird erwartet, dass bei dem Treffen in Washington die Standpunkte zwischen den USA, Dänemark und Grönland ausgetauscht werden. Die Spannungen könnten je nach Verlauf des Treffens entweder in einer diplomatischen Annäherung oder in einer Verschärfung des Konflikts enden. Die Arktis bleibt ein geopolitisch wichtiger Raum."
Spannungen um Grönland: Dänemark und Europa widersprechen US-Ansprüchen
- • Der Reservistenverband der Bundeswehr schlägt vor, deutsche Soldaten in Grönland zu stationieren, um einer möglichen US-Übernahme der Insel entgegenzuwirken.
- • US-Präsident Donald Trump bekräftigte erneut den Anspruch der USA auf Grönland.
- • Grönland gehört zum Königreich Dänemark, ist jedoch weitgehend autonom.
"Die geopolitischen Spannungen um Grönland nehmen zu und es zeichnet sich keine sofortige Einigung ab. Die europäische Unterstützung für Dänemark wächst, während die USA weiterhin auf eine stärkere militärische Präsenz drängen. Es bleibt abzuwarten, wie die Verhandlungen ausgehen und ob eine diplomatische Lösung gefunden werden kann."
Grönland und die USA: Spannungen nehmen zu
- • US-Präsident Donald Trump beharrt darauf, dass die USA Grönland übernehmen sollten, um russische und chinesische Einflüsse zu verhindern.
- • Die Parteienchefs der fünf Regierungsparteien Grönlands haben Trumps Übernahmeplänen eine klare Absage erteilt und betont, dass nur das grönländische Volk über die Zukunft seines Landes entscheiden darf.
- • Trump droht erneut mit dem Einsatz von Gewalt zur Übernahme Grönlands.
"Die eskalierende Rhetorik und die Drohungen von Gewalt seitens der USA erhöhen die Spannungen um Grönland. Obwohl diplomatische Gespräche anstehen, bleibt die Situation angespannt. Die internationale Gemeinschaft befürchtet eine Destabilisierung in der Region durch unilaterale Maßnahmen der USA."
Kontroversen um Grönland: USA streben Souveränität an
- • US-Präsident Trump betont, dass die USA Grönland 'besitzen' müssen, um eine russische und chinesische Präsenz zu verhindern.
- • Trump erklärte, dass das Land Grönland entweder 'auf die einfache Art' oder 'auf die harte Art' übernehmen werde.
- • Die USA ziehen in Betracht, das halbautonome Territorium von Dänemark zu kaufen, schließen aber eine mögliche Annexion mit Gewalt nicht aus.
"Die diplomatischen Spannungen zwischen den USA und Dänemark hinsichtlich der Frage von Grönlands Zukunft verschärfen sich weiter. Die aggressive Rhetorik von Präsident Trump erhöht die Wahrscheinlichkeit eines transatlantischen Konflikts."