Dänemarks neue Mitte-Links-Regierung: Frederiksen steht vor Herausforderungen durch Trump und Innenpolitik
Wichtige Fakten
- • Koalition aus Sozialdemokraten, Sozialliberalen, Grünen und Moderaten.
- • Regierungsbildung dauerte 69 Tage, längste in Dänemarks Geschichte.
- • Frederiksen dritte Amtszeit nach schlechtestem SPD-Ergebnis seit 1903.
- • Trump-Annexionsdrohung gegen Grönland als zentrale außenpolitische Herausforderung.
- • Innenpolitische Schwerpunkte: Lebenshaltungskosten, Tier- und Umweltschutz.
Koalitionsbildung abgeschlossen
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat nach wochenlangen Verhandlungen eine neue Mitte-Links-Minderheitsregierung präsentiert. Nachdem die Wahl im März ein zersplittertes Parlament mit zwölf Parteien hervorgebracht hatte, einigten sich die Sozialdemokraten, die Sozialistische Volkspartei, die Radikale Venstre und die Moderaten auf eine Zusammenarbeit. Frederiksen wird am Mittwoch ihr Kabinett vorstellen – es ist ihre dritte Amtszeit in Folge. Die Regierungsbildung war mit 69 Tagen die längste in der dänischen Geschichte.
Herausforderungen und politische Inhalte
Die neue Regierung steht vor großen Aufgaben: US-Präsident Donald Trump hat erneut seinen Wunsch bekundet, Grönland zu kaufen, was Frederiksen vehement ablehnt. Frederiksen warnte im Januar, eine US-Übernahme Grönlands käme einem Ende der Nato gleich, doch die Krise entschärfte sich nach Trumps Rückzug; nun laufen Gespräche über ein Arktis-Sicherheitsabkommen. Im Inland sind die Lebenshaltungskosten, die Wirtschaftslage und der Wohlfahrtsstaat zentrale Themen. Zudem verlangen Wähler Maßnahmen gegen die Umweltbelastung durch die Schweinezucht und für den Tierschutz. Die Sozialdemokraten erlitten bei der Wahl das schlechteste Ergebnis seit 1903, während rechtspopulistische Parteien Zugewinne verzeichneten.
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