DAX bleibt unter 25.000 Punkten trotz Rekordrally bei Siemens Energy
Wichtige Fakten
- • Der DAX schloss bei 24.856 Punkten, ein Minus von 0,53 Prozent.
- • Siemens Energy verdreifachte seinen Gewinn auf 746 Mio. Euro und erreichte mit 163,40 Euro ein Rekordhoch.
- • Lufthansa-Aktien verloren über vier Prozent vor einem geplanten Streik der Piloten und Flugbegleiter.
- • Der US-Arbeitsmarkt verzeichnete im Januar 130.000 neue Beschäftigte bei einer Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent.
- • Siemens Energy profitiert von hoher Nachfrage nach Gasturbinen und KI-bedingtem Strombedarf für Rechenzentren.
Marktentwicklung
Der DAX verlor am 11. Februar 2026 leicht um 0,53 Prozent und schloss bei 24.856 Punkten, womit er weiter unter der Marke von 25.000 Punkten blieb. Auch der MDAX fiel um 1,04 Prozent, während an der Wall Street die großen Indizes nach hohen Eröffnungsniveaus leicht zurückgingen. Anleger zögerten mit Neukäufen, beeinflusst von Quartalsberichten und US-Arbeitsmarktdaten.
Unternehmensnachrichten
Strahlender Spitzenreiter war Siemens Energy, dessen Aktien nach positiven Quartalszahlen über acht Prozent zulegten und mit 163,40 Euro ein neues Rekordhoch erreichten. Der Konzern verdreifachte seinen Gewinn auf 746 Millionen Euro im ersten Quartal 2025/26, getrieben von hoher Nachfrage im Gasturbinengeschäft und dem KI-Boom. Im Gegensatz dazu verloren Lufthansa-Aktien über vier Prozent vor einem angekündigten Streik der Piloten und Flugbegleiter, und Gerresheimer stürzte im SDAX um rund 30 Prozent nach Verschiebung der Bilanzvorlage. Die Commerzbank gab Gewinnziele bekannt, die jedoch Analystenerwartungen nicht vollständig erfüllten.
US-Arbeitsmarkt und internationale Einflüsse
In den USA stieg die Beschäftigtenzahl im Januar überraschend um 130.000, obwohl frühere Daten nach unten revidiert wurden, und die Arbeitslosenquote fiel auf 4,3 Prozent. Diese Daten beeinflussten die Tech-Börse Nasdaq, die leicht ins Minus rutschte, während T-Mobile US trotz Wettbewerbsdruck positive Analystenreaktionen erhielt. Insgesamt blieb die US-Notenbank in ihrer Zinspolitik vorerst abwartend.
Hintergrund zu Siemens Energy
Siemens Energy profitiert von einem Rekordauftragsbuch von 146 Milliarden Euro, wobei die Nachfrage nach Gasturbinen um über 80 Prozent stieg. Der Konzern investiert stark in Kapazitätsausbau, insbesondere in den USA mit einer Milliarde Dollar, und treibt sein Wachstum durch den steigenden Strombedarf für Rechenzentren im Zuge des KI-Booms voran. Trotz Verbesserungen bleibt das Windgeschäft unter Siemens Gamesa ein Sorgenkind mit einem Verlust von 221 Millionen Euro.
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