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Wirtschaft 18.03.2026, 07:14 Aktualisiert: 18.03.2026, 23:04

Börsen unter Druck: Ölpreise steigen erneut, Notenbanken im Inflationsdilemma

Der DAX beendete den Handel mit einem Minus von 1% auf 23.502 Punkte, nachdem Iran-Angriffe auf Gasindustrie die Ölpreise antrieben.

Wichtige Fakten

  • Der DAX beendete den Handel mit einem Minus von 1% auf 23.502 Punkte, nachdem Iran-Angriffe auf Gasindustrie die Ölpreise antrieben.
  • Die Ölpreise stiegen stark: Brent um 5,4% auf 108,82 Dollar, WTI um 4,6% auf 98,36 Dollar je Fass.
  • Die US-Notenbank Fed entscheidet heute über den Leitzins, die EZB folgt morgen, wobei der Iran-Krieg ein Inflationsdilemma schafft.
  • HelloFresh-Aktien sackten auf ein Rekordtief unter 4 Euro ab, nachdem das Management einen Umsatzrückgang von 3-6% für 2026 prognostizierte.
  • Der Autozulieferer Aumovio steigerte 2025 seinen Vorsteuergewinn um 45,5% trotz Umsatzrückgangs, während TAG Immobilien seine Gewinnziele übertraf.

Marktbericht

Die Börsen beendeten den Handel unter Druck: Der deutsche Leitindex DAX brach seinen Erholungsversuch ab und schloss mit einem Minus von etwa einem Prozent bei 23.502 Punkten. Grund für die erneute Verunsicherung sind gestiegene Ölpreise, nachdem Iran neue Angriffe auf Teile seiner Gasindustrie gemeldet hatte. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 5,4 Prozent auf 108,82 Dollar je Fass, während die US-Sorte WTI um 4,6 Prozent auf 98,36 Dollar stieg. Mike Brown, leitender Stratege bei Pepperstone, kommentierte, dass die Märkte negativ reagierten, da die Energieinfrastruktur bisher weitgehend verschont geblieben sei. Zuvor hatten Bemühungen, den Rohöltransport abseits der Straße von Hormus zu organisieren, die Preise nur kurzzeitig sinken lassen.

Notenbanken im Fokus

Alle Augen richten sich auf die Notenbanken: Die US-Notenbank Fed entscheidet heute über ihren Leitzins, die Europäische Zentralbank (EZB) folgt am Donnerstag. Der Iran-Krieg schafft ein besonderes Dilemma, da höhere Energiepreise die Inflation erneut anheizen könnten, während das Wirtschaftswachstum gebremst wird. Carsten Brzeski, Chefvolkswirt bei der ING-Bank, betonte, dass die Inflationsgefahr zurück sei und Notenbanken jetzt Fingerspitzengefühl beweisen müssten, um keine Panik zu erzeugen. Die meisten Marktbeobachter erwarten, dass Fed und EZB die Leitzinsen diese Woche nicht antasten, aber Analysten wie Christoph Balz von der Commerzbank weisen darauf hin, dass die Glaubwürdigkeit der EZB bei anhaltend hohen Ölpreisen gefährdet sein könnte.

Unternehmensnachrichten

Die Aktien des Kochboxenversenders HelloFresh sind auf ein Rekordtief unter vier Euro abgesackt, nachdem das Unternehmen für 2026 einen währungsbereinigten Umsatzrückgang von drei bis sechs Prozent prognostizierte. Der Grund ist ein deutlicher Einbruch in der Nachfrage, der sich bereits in den vergangenen Jahren zeigte. Im Gegensatz dazu meldete der Autozulieferer Aumovio für 2025 einen bereinigten Vorsteuergewinn von 717 Millionen Euro, ein Plus von 45,5 Prozent trotz eines Umsatzrückgangs um fünf Prozent auf 18,5 Milliarden Euro. TAG Immobilien übertraf ebenfalls seine Gewinnziele mit einem operativen Ergebnis von 181 Millionen Euro.

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