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Wirtschaft 10.03.2026, 06:37 Aktualisiert: 10.03.2026, 18:02

Dax steigt auf Hoffnung auf Kriegsende – Airlines im Aufwind trotz hoher Treibstoffkosten

Der DAX legte um 2,4 Prozent auf 23.968 Punkte zu, nachdem er am Vortag bei 23.409 Punkten schloss.

Wichtige Fakten

  • Der DAX legte um 2,4 Prozent auf 23.968 Punkte zu, nachdem er am Vortag bei 23.409 Punkten schloss.
  • Der Ölpreis Brent fiel auf 88 Dollar je Fass, nachdem er zeitweise auf 119,50 Dollar gestiegen war.
  • Lufthansa-Aktien gewannen bis zu acht Prozent, profitierten von Ausfällen bei Konkurrenten und neuen Flugverbindungen.
  • Chinas Exporte stiegen im Januar und Februar um 21,8 Prozent, was einen Handelsüberschuss von 213,6 Milliarden Dollar ergab.
  • Deutsche Exporte gingen im Januar um 2,3 Prozent gegenüber Dezember zurück, trotz eines leichten Anstiegs im Vorjahresvergleich.

Marktbericht

Die Hoffnung auf ein absehbares Ende des Iran-Krieges treibt die Aktienkurse am Dienstag an, wobei der DAX um 2,4 Prozent auf 23.968 Punkte zulegt, nachdem er am Vortag mit einem Minus von 0,8 Prozent bei 23.409 Punkten schloss. Auslöser ist die Aussage von US-Präsident Donald Trump, dass der Krieg 'so gut wie beendet' sei, was trotz seiner ungenauen Prognosen die Anleger daran erinnert, dass der Luftkrieg nicht dauerhaft ist. Unterstützt wird die Erholung durch einen sinkenden Ölpreis, wobei Brent auf 88 Dollar je Fass fällt, nachdem er am Montag zeitweise auf 119,50 Dollar gestiegen war, und durch positive Konjunkturdaten aus China, wo die Exporte im Januar und Februar überraschend um 21,8 Prozent stiegen.

Airlines im Fokus

Besonders stark legen Airline-Aktien zu, mit Lufthansa als größtem Gewinner im MDAX, die bis zu acht Prozent gewinnt, da sie von Ausfällen bei Konkurrenten wie Emirates profitiert und neue Flugverbindungen nach Singapur, Kapstadt und Riad ankündigt. Europäische Branchenkollegen wie Air France KLM und Ryanair verzeichnen ebenfalls deutliche Zuwächse von über sieben bzw. fünf Prozent. Allerdings stehen diese Gewinne im Kontrast zu den Herausforderungen durch gestiegene Treibstoffkosten, die auf 150 bis 200 Dollar pro Barrel gesprungen sind, und Luftraumsperrungen, die zu Flugausfällen und teuren Umleitungen führen, sodass die Kursgewinne als Momentaufnahme gelten müssen.

Warnungen und Hintergrund

Experten wie Luis Ruiz von CMC Markets und Analysten von ActivTrades warnen, dass sich die militärischen Aktionen am Golf noch länger hinziehen könnten und jede weitere Eskalation das fragile Vertrauen erschüttern könnte, wobei die Geopolitik als Zünglein an der Waage bleibt. Deutsche Exporte gingen im Januar um 2,3 Prozent gegenüber Dezember zurück, obwohl sie im Vorjahresvergleich leicht zulegten, und Volkswirt Thomas Gitzel betont, dass höhere Energiekosten die deutsche Industrie belasten könnten. An der Wall Street setzt sich die Erholung fort, mit einem Anstieg des Dow Jones um 0,6 Prozent, während Unternehmen wie Volkswagen und BioNTech gemischte Nachrichten melden, darunter Gewinneinbrüche und Führungswechsel.

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