DAX startet nach Rekordjagd nur leicht im Plus – Analysten warnen vor Konsolidierung
Wichtige Fakten
- • DAX steigt am Donnerstag im Frühhandel um 0,4 Prozent auf 26.434 Punkte.
- • US-Inflationsrate sinkt im Jahresvergleich im Juli auf 3,4 Prozent.
- • Fed-Zinserhöhung im September wird von Börsen nur noch zu 35 Prozent eingepreist.
- • SMA Solar meldet Quartalsgewinn von über 70 Millionen Euro nach Vorjahresverlust.
- • Thyssenkrupp überzeugt mit starken Ergebnissen in der Stahlsparte.
DAX startet leicht im Plus, Rekordhoch nahe
Der deutsche Leitindex DAX legte am Donnerstag im frühen Handel um 0,4 Prozent auf 26.434 Punkte zu, nachdem er am Vortag bei 26.573 Zählern ein neues Allzeithoch erreicht hatte, jedoch mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 26.331 Punkten schloss, weil Anleger Gewinne mitgenommen hatten. Der Markt profitiert weiterhin von positiven Impulsen und bewegt sich nahe seiner Rekordmarke – die entscheidende Frage ist, ob der Index nachhaltig über der psychologisch wichtigen Marke von 26.000 Punkten bleibt.
US-Inflationsdaten beruhigen Anleger
Die im Jahresvergleich auf 3,4 Prozent gesunkene US-Inflationsrate (Vormonat: 3,5 Prozent) gibt Anlegern Zuversicht. Händler preisen die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der US-Notenbank Fed im September nur noch mit etwa 35 Prozent ein – ein stabiler Leitzins würde Unternehmen und Verbraucher entlasten und Aktien gegenüber Anleihen attraktiver machen. Die positiven Nachwirkungen des US-Inflationsberichts stützen die Märkte weiterhin.
Unternehmensbilanzen unterstützen Aufwärtstrend
Erfreuliche Firmenbilanzen sorgen zusätzlich für Auftrieb: Der Solartechnikkonzern SMA Solar überraschte mit einem Quartalsgewinn von über 70 Millionen Euro, gestützt durch Sondereffekte aus US-Zollrückerstattungen und eine um fast ein Viertel gestiegene Nachfrage angesichts hoher Energiepreise. Auch Thyssenkrupp präsentierte eine starke Bilanz, getragen von der Stahlsparte – der Konzern treibt derweil seine Umstrukturierung zur Finanzholding voran.
Experten warnen vor möglicher Konsolidierung
Auch wenn die Aussichten auf weitere Rekordstände zunächst gut bleiben, mahnen Analysten zur Vorsicht. Frank Sohlleder vom Broker ActivTrades hält eine charttechnische Konsolidierung für möglich, sei aber Teil des Aufwärtstrends. Marktbeobachter verweisen auf die Sorge vieler Anleger, etwas zu verpassen, und auf geopolitische Unsicherheiten, die Anlass für temporäre Gewinnmitnahmen geben könnten.
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