Siemens stürzt SAP als DAX-Spitzenreiter - Börsentag endet mit Gewinnmitnahmen
Wichtige Fakten
- • Siemens ist mit 217 Mrd. Euro neuer wertvollster DAX-Konzern.
- • Siemens-Aktie stieg bis zu 7%, endete aber nur bei +0,3%.
- • DAX erreichte 25.239 Punkte, schloss jedoch bei 24.852.
- • Mercedes-Ebit sank um 57% auf 5,8 Mrd. Euro.
- • T-Aktie war Tagessieger mit +6% nach starken T-Mobile-Zahlen.
Siemens wird wertvollster DAX-Konzern
Der Siemens-Konzern hat SAP als wertvollstes börsennotiertes deutsches Unternehmen abgelöst, nachdem seine Aktie im Verlauf des Handelstages bis zu sieben Prozent zulegte und die Börsenbewertung auf über 217 Milliarden Euro stieg. Dieser Aufstieg wurde durch starke Geschäftszahlen und eine erhöhte Prognose für das laufende Geschäftsjahr befeuert, wobei Siemens insbesondere von der KI-Welle in der industriellen Automatisierung profitiert.
DAX-Entwicklung mit Volatilität
Anfänglich zog die Siemens-Aktie den DAX über die Marke von 25.000 Punkte, mit einem Tageshoch von 25.239 Zählern. Allerdings setzten am Nachmittag im Sog einer schwachen Wall Street massive Gewinnmitnahmen ein, sodass der Leitindex auf 24.852 Punkte zurückfiel und alle Gewinne verlor. Der MDAX verlor sogar 1,6 Prozent, während die T-Aktie als Tagessieger mit rund sechs Prozent zulegte, gestützt durch starke Zahlen der US-Tochter T-Mobile.
Quartalsberichte prägen den Handel
Neben Siemens enttäuschte Mercedes-Benz mit einem Quartalsbericht, der einen Rückgang des Betriebsergebnisses (Ebit) um 57 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro zeigte, was auf Absatzeinbußen in China sowie negative Wechselkurs- und Zolleffekte zurückzuführen ist. Im MDAX gaben ThyssenKrupp nach einem schwachen Quartalsbericht um rund zwölf Prozent nach, während Lufthansa sich nach Streikverlusten erholte. Die Deutsche Börse kündigte zudem den Kauf des Datenanbieters ISS Stoxx für 1,1 Milliarden Euro an.
Makroökonomischer Hintergrund
Robuste US-Arbeitsmarktdaten, einschließlich eines Rückgangs der Erstanträge auf 227.000, dämpften die Zinshoffnungen an den Märkten, obwohl weiterhin mit Senkungen in diesem Jahr gerechnet wird. Diese Unsicherheit trug zur volatilen Stimmung bei, mit schwachen US-Indizes wie dem Dow Jones im Minus. Morgen stehen Inflationsdaten für Januar auf der Agenda, die weitere Hinweise auf die Geldpolitik liefern könnten.
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