DAX tritt auf der Stelle: Iran-Krieg belastet, Einzelwerte zeigen zweierlei Gesicht
Wichtige Fakten
- • DAX schließt 0,16 Prozent im Minus bei 24.155 Punkten.
- • Ölpreis (Brent) wieder über 100 Dollar je Fass.
- • EU-Kommission beziffert tägliche Kosten der Energiekrise auf 500 Mio. Euro.
- • UniCredit stockt Commerzbank-Anteil auf 29,99 Prozent auf.
- • Texas Instruments legt um fast 20 Prozent zu dank KI-Boom.
DAX mit kleinem Minus – Iran-Krieg sorgt für Verunsicherung
Der DAX hat am Donnerstag den vierten Verlusttag in Folge verzeichnet. Der deutsche Leitindex gab um 0,16 Prozent auf 24.155 Punkte nach. Zwischenzeitlich unterschritt er bei 23.991 Zählern kurz die runde Marke von 24.000 Punkten. Anleger zeigen sich zunehmend ratlos angesichts des festgefahrenen Iran-Kriegs. Viele setzen zwar auf eine Einigung, doch die geduld der Anleger schwindet. Die EU-Kommission bezifferte die täglichen Kosten der Krise für Europa auf 500 Millionen Euro – auch ein Grund für die wachsende Nervosität. DER Ölpreis zog wieder an; ein Fass der Nordseesorte Brent kostet mehr als 100 Dollar.
Einzelwerte im Fokus: SAP unter Druck, Infineon gefragt
Abseits des Iran-Konflikts rücken Einzelaktien und konkrete Geschäftszahlen in den Mittelpunkt. SAP verlor rund sechs Prozent und war Schlusslicht im DAX. Anleger fürchten negative Auswirkungen Künstlicher Intelligenz. Der Chiphersteller Infineon hingegen legte um acht Prozent auf über 53 Euro zu und führte den Index an – gestützt von guten Vorgaben aus den USA. Auch am US-Markt sorgten Halbleiterwerte für positive Überraschungen: So verzeichnete der Branchenriese Texas Instruments nach starken Quartalszahlen einen Kurssprung um fast 20 Prozent.
Großbank baut Position aus: UniCredit nähert sich Commerzbank-Schwelle
UniCredit hat seinen Anteil an der Commerzbank weiter erhöht. Dem italienischen Institut gehören nun über Stimmrechtsanteile und Finanzinstrummente insgesamt 29,99 Prozent. Dies liegt knapp unter der 30-Prozent-Schwelle, ab der die Bank den übrigen Aktionären ein Pflichtangebot uncenmuss. Eine außerordentliche Hauptversammlung soll am 4. Mai über die nötige Kapitalerhöhung abstimmen. Tech-Werte zeigten sich zweigeteilt: Während Softwarekonzerne wie ServicNow massiv einbrachen, profitierte die Halbleiterbranche von hohen KI-investitionen – für die Anleger grundsätzlich ein gutes Zeichen.
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