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Gesellschaft 13.02.2026, 14:07 Aktualisiert: 13.02.2026, 18:10

Debatte um Aroma-Verbot für E-Zigaretten: Streit zwischen Gesundheitsschutz und Wirtschaft

Drogenbeauftragter Henrik Streeck fordert Verbot süßer Aromen in E-Zigaretten.

Wichtige Fakten

  • Drogenbeauftragter Henrik Streeck fordert Verbot süßer Aromen in E-Zigaretten.
  • Bundeslandwirtschaftsministerium plant Verbot von 13 Aroma- und Kühlstoffen.
  • Branche warnt: Umsatz von 3,5 Milliarden Euro jährlich gefährdet.
  • Suchtforscher Heino Ströver kritisiert Datenlage als unzureichend für Verbote.
  • WHO wirft Tabakbranche vor, junge Menschen mit Aromen zu ködern.

Gesundheitsschutz versus wirtschaftliche Interessen

Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Henrik Streeck, fordert ein Verbot süßer Aromen in E-Zigaretten, da diese gezielt junge Menschen ansprechen und mit einem wirksamen Jugendschutz unvereinbar seien. Das Bundeslandwirtschaftsministerium plant bereits, 13 Aroma- und Kühlstoffe, darunter Menthol, per Verordnung zu verbieten, basierend auf Risikobewertungen des Bundesinstituts für Risikobewertung, die mögliche Gesundheitsrisiken wie Leber- und Nierenschäden aufzeigen.

Kritik aus Wirtschaft und Wissenschaft

Die E-Zigaretten-Branche warnt vor gravierenden wirtschaftlichen Folgen, da ohne die betroffenen Zusatzstoffe praktisch keine derzeit zugelassenen Produkte weiterverkauft werden könnten; der jährliche Umsatz wird auf rund 3,5 Milliarden Euro geschätzt. Suchtforscher Heino Ströver hält die Datenlage für unzureichend und argumentiert, dass E-Zigaretten weniger schädlich als herkömmliche Zigaretten seien und Rauchern als Ausstiegshilfe dienen könnten.

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