Debatte um Aroma-Verbot für E-Zigaretten: Streit zwischen Gesundheitsschutz und Wirtschaft
Wichtige Fakten
- • Drogenbeauftragter Henrik Streeck fordert Verbot süßer Aromen in E-Zigaretten.
- • Bundeslandwirtschaftsministerium plant Verbot von 13 Aroma- und Kühlstoffen.
- • Branche warnt: Umsatz von 3,5 Milliarden Euro jährlich gefährdet.
- • Suchtforscher Heino Ströver kritisiert Datenlage als unzureichend für Verbote.
- • WHO wirft Tabakbranche vor, junge Menschen mit Aromen zu ködern.
Gesundheitsschutz versus wirtschaftliche Interessen
Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Henrik Streeck, fordert ein Verbot süßer Aromen in E-Zigaretten, da diese gezielt junge Menschen ansprechen und mit einem wirksamen Jugendschutz unvereinbar seien. Das Bundeslandwirtschaftsministerium plant bereits, 13 Aroma- und Kühlstoffe, darunter Menthol, per Verordnung zu verbieten, basierend auf Risikobewertungen des Bundesinstituts für Risikobewertung, die mögliche Gesundheitsrisiken wie Leber- und Nierenschäden aufzeigen.
Kritik aus Wirtschaft und Wissenschaft
Die E-Zigaretten-Branche warnt vor gravierenden wirtschaftlichen Folgen, da ohne die betroffenen Zusatzstoffe praktisch keine derzeit zugelassenen Produkte weiterverkauft werden könnten; der jährliche Umsatz wird auf rund 3,5 Milliarden Euro geschätzt. Suchtforscher Heino Ströver hält die Datenlage für unzureichend und argumentiert, dass E-Zigaretten weniger schädlich als herkömmliche Zigaretten seien und Rauchern als Ausstiegshilfe dienen könnten.
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