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Inland 21.04.2026, 07:04 Aktualisiert: 21.04.2026, 10:15

Debatte um Heizungsgesetz: WWF fordert soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz

WWF fordert Vermieter zur Übernahme steigender Heizkosten auf.

Wichtige Fakten

  • WWF fordert Vermieter zur Übernahme steigender Heizkosten auf.
  • Kritik an geplanten Regelungen wie 'Grüngas-Quote' und 'Bio-Treppe'.
  • 65-Prozent-Regel für erneuerbare Heizungen soll erhalten bleiben.
  • Kosten für Erdgas könnten bis 2040 auf über 25 Cent pro kWh steigen.
  • Koalition aus Union und SPD streitet über Mieterschutz und Lastenverteilung.

Kritik am Gebäudemodernisierungsgesetz

Die Umweltstiftung WWF kritisiert die Pläne der schwarz-roten Koalition zum Gebäudemodernisierungsgesetz und fordert Änderungen, um Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und soziale Gerechtigkeit zu stärken. Insbesondere wird gefordert, dass Vermieter die künftig steigenden Heizkosten für Erdgas und Heizöl tragen sollen, da Mieter keinen Einfluss auf die Heizungswahl haben.

Debatte um Regelungen und Kosten

Im Zentrum der Kritik stehen Instrumente wie die 'Grüngas-Quote' und 'Bio-Treppe', die die bisherige 65-Prozent-Vorgabe für erneuerbare Heizungen ersetzen sollen. Der WWF hält diese Pläne für unzureichend, da sie zu einem 'fossilen Weiter-so' führen könnten, wobei steigende Kosten bei Mietern landen. Eine Analyse des Öko-Instituts prognostiziert deutliche Preisanstiege für Erdgas, was fossiles Heizen zur Kostenfalle machen könnte.

Politische Konflikte und offene Fragen

In der Koalition aus Union und SPD ist der Streit über Mieterschutz und Kostenverteilung ungelöst. Während die Union auf Technologieoffenheit und Entlastung von Eigentümern setzt, drängt die SPD auf eine gerechtere Lastenverteilung. Bisher liegen nur Eckpunkte vor, Detailregelungen fehlen, und eine Einigung ist nicht in Sicht.

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