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Debatte über telefonische Krankschreibung und Krankenstand in Deutschland intensiviert sich
Bundeskanzler Friedrich Merz hinterfragt die Notwendigkeit der telefonischen Krankschreibung in Deutschland.
Wichtige Fakten
- • Bundeskanzler Friedrich Merz hinterfragt die Notwendigkeit der telefonischen Krankschreibung in Deutschland.
- • Im Jahr 2025 lag der Krankenstand stabil bei 5,4%, mit durchschnittlich 19,5 Kalendertagen pro Beschäftigtem.
- • Der Anteil an telefonischen Krankschreibungen machte zuletzt nur 0,9% aller Fälle aus.
- • Atemwegserkrankungen und psychische Probleme bleiben die häufigsten Ursachen für Krankschreibungen.
- • Ein Anstieg der durchschnittlichen Krankheitstage könnte auf die umfassendere Erfassung durch die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung seit 2022 zurückzuführen sein.
- • DAK-Chef Andreas Storm fordert eine Ursachenforschung und einen Gipfel zur Entwicklung neuer Lösungsansätze.
- • Deutschland rangiert im europäischen Vergleich im oberen Mittelfeld der krankheitsbedingten Fehltage mit einem Wert von 6,8% der wöchentlichen Arbeitszeit.
- • Binnen drei Jahren stiegen die Aufwendungen für Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall um zehn Milliarden Euro.
In Deutschland ist die Diskussion über den Umgang mit Krankschreibungen, insbesondere der telefonischen Krankschreibung, weiter angeheizt. Bundeskanzler Friedrich Merz hat erneut die bestehende Praxis infrage gestellt und fordert, Maßnahmen zu ergreifen, die Arbeitnehmer häufiger zur Arbeit motivieren. Dies inmitten eines stabilen Krankenstandes von 5,4 Prozent im Jahr 2025 und einem unveränderten niedrigen Anteil von telefonischen Krankschreibungen. Gesundheitsministerin Nina Warken hat eine Überprüfung der Regelungen angekündigt. Arbeitgeberverbände drängen auf die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung, während Gewerkschaften und einige politische Parteien auf verbesserte Arbeitsbedingungen setzen, um Krankheitstage zu reduzieren. Die unterschiedlichen Positionen machen deutlich, dass die Frage der Krankschreibung und ihrer Handhabung weiterhin kontrovers diskutiert werden wird.
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