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International 27.03.2026, 14:00 Aktualisiert: 27.03.2026, 18:12

Debatte um neue Gassteuer in Australien gewinnt an Fahrt

Die australische Regierung prüft eine neue Steuer auf Gas-Exporte, um Kriegsgewinne abzuschöpfen.

Wichtige Fakten

  • Die australische Regierung prüft eine neue Steuer auf Gas-Exporte, um Kriegsgewinne abzuschöpfen.
  • Die Gasindustrie startet PR-Kampagnen gegen die Pläne und warnt vor Handelskonflikten mit Asien.
  • Unabhängige Senator David Pocock erreichte mit einem viralen Video über Steuervergleiche Millionen Menschen.
  • Die Australia Institute schätzt, dass eine 25% Exportsteuer jährlich 17 Milliarden Dollar einbringen könnte.
  • Sowohl Labor-Abgeordnete als auch Teile der Opposition zeigen sich offen für Steuererhöhungen.

Politische Dynamik

In Australien gewinnt die Debatte um eine neue Steuer auf Gas-Exporte an Fahrt, wobei sowohl Regierung, Opposition als auch Industrie eine Verschiebung der öffentlichen Meinung wahrnehmen. Das Finanzministerium modelliert Optionen für eine Abgabe, die außerordentliche Gewinne von Gas- und Kohleunternehmen abschöpfen soll, was die Branche überraschte. Unabhängige Senator David Pocock, Influencer und progressive Think Tanks wie das Australia Institute haben mit Kampagnen auf die niedrigen Steuerzahlungen der Gasindustrie aufmerksam gemacht und breite Unterstützung mobilisiert.

Widerstand und internationale Reaktionen

Die Gasindustrie, vertreten durch Australian Energy Producers, wehrt sich mit PR-Kampagnen gegen die Pläne und warnt vor Schäden für die Handelsbeziehungen mit asiatischen Partnern wie Japan und Südkorea. Der japanische Botschafter äußerte Bedenken, dass eine neue Steuer Investoren abschrecken könnte. Gleichzeitig zeigen sich Teile der Labor-Partei und sogar oppositionelle Liberale offen für Steuererhöhungen, was auf Spaltungen innerhalb der Koalition hinweist.

Politische Perspektiven

Mehrere Labor-Abgeordnete berichten von starkem Rückhalt in ihren Wahlkreisen für eine Exportsteuer, sehen aber auch die Gefahr öffentlichen Widerstands bei befürchteten Energiepreiserhöhungen. Premierminister Anthony Albanese betonte Australiens Rolle als zuverlässiger Gaslieferant und forderte Gegenseitigkeit in den Wirtschaftsbeziehungen, während er regionale Partner um zusätzliche Brennstofflieferungen bittet.

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