Demonstrationen gegen sexualisierte Online-Gewalt: Solidarität mit Collien Fernandes
Wichtige Fakten
- • Rund 5.000 Menschen demonstrierten in München für Solidarität mit Collien Fernandes.
- • In Nürnberg gingen 1.200 bis 2.000 Menschen gegen digitale Gewalt auf die Straße.
- • Die Demonstranten fordern eine Verschärfung des Sexualstrafrechts und besseren Opferschutz.
- • Die Bundesregierung plant eine Reform des Cyberstrafrechts gegen sexuelle Deepfakes.
Solidaritätskundgebungen in Bayern
In München und Nürnberg sind am Sonntag Tausende Menschen auf die Straße gegangen, um Solidarität mit der Schauspielerin Collien Fernandes und allen von sexualisierter Gewalt betroffenen Frauen zu zeigen. Nach Polizeiangaben versammelten sich in München bis zu 5.000 Demonstranten auf dem Königsplatz, in Nürnberg waren es 1.200 bis 2.000 Teilnehmer. Die Kundgebungen wurden von Gruppen wie der Grünen Jugend München und feministischen Netzwerken organisiert.
Forderungen nach Gesetzesverschärfung
Die Demonstranten richteten sich gegen Deepfakes und sexualisierte Online-Gewalt, wobei Initiatoren wie Karolina Saller von "Feminists United" eine Verschärfung des Sexualstrafrechts und besseren Schutz im Internet forderten. Teilnehmer kritisierten, dass Opfer oft nicht ernst genommen werden, und verlangten mehr Beratungsstellen sowie Gesetze nach spanischem Vorbild, wo Sex ohne ausdrückliche Zustimmung als Vergewaltigung gilt.
Politische Reaktionen und geplante Reformen
Einige Demonstranten äußerten Unmut über die Bundesregierung, insbesondere nach Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz zur Herkunft von Tätern. Gleichzeitig plant die Bundesregierung eine Reform des Cyberstrafrechts, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, um sexuelle Deepfakes und andere digitale Persönlichkeitsrechtsverletzungen strafrechtlich zu verfolgen.
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