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International 11.03.2026, 09:02 Aktualisiert: 11.03.2026, 12:06

Bundestagspräsidentin Klöckner hält historische Rede im ukrainischen Parlament

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner ist zu ihrem ersten Besuch in Kiew eingetroffen.

Wichtige Fakten

  • Bundestagspräsidentin Julia Klöckner ist zu ihrem ersten Besuch in Kiew eingetroffen.
  • Sie hielt als erste ranghohe deutsche Vertreterin eine Rede im ukrainischen Parlament, der Obersten Rada.
  • Deutschland plant zusätzliche finanzielle Unterstützung von über 200 Millionen Euro für die Ukraine.
  • Die Reise erfolgte aus Sicherheitsgründen unangekündigt mit dem Nachtzug.
  • Klöckner betonte, dass die Ukraine trotz des Iran-Krieges nicht aus dem Blick geraten darf.

Solidaritätsbesuch in Kiew

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) ist zu ihrem ersten Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew eingetroffen, um die Solidarität Deutschlands mit der Ukraine im fünften Jahr des russischen Angriffskriegs zu bekräftigen. Aus Sicherheitsgründen erfolgte die unangekündigte Reise mit dem Nachtzug, wo sie am Bahnsteig vom ukrainischen Parlamentspräsidenten Ruslan Stefantschuk empfangen wurde.

Historische Rede im ukrainischen Parlament

Als erste ranghohe Vertreterin Deutschlands hielt Klöckner eine Rede im ukrainischen Parlament, der Obersten Rada. Sie bezeichnete es als "eine große Ehre und eine sehr berührende Geste" und betonte: "Jeder Sitzungstag in der Rada ist übrigens eine Botschaft auch an den russischen Präsidenten (Wladimir Putin), der für Freiheit und Demokratie nur Verachtung übrig hat. Ihre Botschaft ist: Die Ukraine lässt sich ihre politische Freiheit nicht nehmen, egal von wem." Zudem versicherte sie, dass die Ukraine trotz des Iran-Krieges nicht aus dem Blick gerate, und hob hervor: "Ihr Parlament steht exemplarisch für den demokratischen Widerstand Europas."

Politische Gespräche und Unterstützung

Klöckner plant Gespräche mit Präsident Wolodymyr Selenskyj. Außenminister Johann Wadephul (CDU) kündigte zusätzliche finanzielle Unterstützung Deutschlands in Höhe von über 200 Millionen Euro an, um unter anderem Aufklärungsdrohnen und den Zivilschutz zu finanzieren, angesichts anhaltender russischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes. Dieser Winter war der härteste seit Kriegsbeginn in der Ukraine, mit stark beeinträchtigter Energieversorgung.

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