Deutsche Post wird zu DHL: Historischer Namenswechsel auf der Hauptversammlung besiegelt
Wichtige Fakten
- • Vorstand stellt bei Hauptversammlung Antrag auf Umbenennung in DHL Group.
- • Rund 37 Millionen Euro kostet die Umfirmierung bis September.
- • Das Auslandsgeschäft macht etwa 80 Prozent des Konzernumsatzes aus.
- • Briefsparte erleidet im Q1 2026 über 13 Prozent Volumenrückgang.
Namenswechsel bei der Deutschen Post
Die Deutsche Post AG soll künftig DHL Group heißen. Auf der Hauptversammlung in Bonn beschloss das Unternehmen weitreichende strukturelle Änderungen. Der Rollenwechsel – von einer Behörde zu einer Privatfirma und dann zu einem Weltkonzern – soll nun im Namen sichtbar werden. Vorstandschef Tobias Meyer bezeichnete die Anpassung als überfällig.
Bereiche künftig gleichberechtigt
Hintergrund sind die stark gestiegenen Auslandsaktivitäten nach der DHL-Übernahme vor rund 25 Jahren. Künftig stellt der neue Markenauftritt die internationalen Express- und Frachtgeschäfte mit dem klassischen Postgeschäft gleich. Die Deutsche Post als Namensbestandteil überlebt in einer separaten Gesellschaft, die den deutschen Brief- und Paketverkehr betreibt. Für die Angestellten soll sich nach Angaben Meyers nichts Wesentliches ändern.
Kritik aus Politik und Anlegerseite
Opposition kommt aus der Politik: Der Bundestagsabgeordnete Sebastian Roloff (SPD) bedauerte die Abkehr von der starken historischen Marke. Anteilseigner wie die Fondsgesellschaft DWS drängten zudem auf eine mögliche Trennung von der innerdeutschen Sparte, da diese im ersten Quartal massive Gewinneinbußen erlitt und das Volumen von Briefen drastisch sank – betroffen sind rund 15 Prozent.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.