Deutsche Autozulieferer im Umbruch: Absatzrückgang und chinesische Konkurrenz
Wichtige Fakten
- • Umsatz der deutschen Zulieferer sank 2025 um 4 Prozent gegenüber Vorjahr.
- • Jede vierte Stelle bei Zulieferern in Deutschland innerhalb von sechs Jahren weggefallen.
- • Marktanteil chinesischer Hersteller stieg von 3% auf 60% in 20 Jahren.
- • Chinesische Zulieferer gewinnen entlang der gesamten Wertschöpfungskette an Boden.
- • Branchenexperten erwarten eine Konsolidierungswelle und möglichen Ausverkauf des Mittelstands.
Autozulieferer unter Druck: Umsatzminus und Stellenabbau
Die deutsche Autozulieferer-Industrie durchläuft eine tiefgreifende Krise. Während Autofabriken weltweit wieder hochfahren, kommen die Gewinne bei Zulieferern wie Bosch, ZF und Mahle nicht an. Der Umsatz der in Deutschland ansässigen Zulieferer schrumpfte 2025 mit minus vier Prozent viermal so stark wie der der Hersteller. Sechs Jahre nach dem Höchststand ist fast jeder vierte Arbeitsplatz in der Branche verschwunden. Experten warnen vor einer „angespannten Lage“ und einer Konsolidierungswelle, die vor allem den Mittelstand betreffen könnte.
Strukturwandel und chinesische Konkurrenz
Hintergrund ist der tiefgreifende Wandel von Verbrennungs- hin zu Elektroantrieben und die zunehmende Digitalisierung. Viele bisher tragende Produkte werden nicht mehr in gleichem Maße nachgefragt. Zudem drängen neue Wettbewerber auf den Markt, insbesondere aus China. Deren Marktanteil bei den Herstellern stieg innerhalb von 20 Jahren von wenigen Prozent auf 60 Prozent. Davon profitieren vor allem chinesische Zulieferer, die nun auch Batterien, Halbleiter und Software liefern. Branchenexperten sehen eine historische Zäsur, bieten aber auch Chancen für neue „Hidden Champions“ aus IT und Energiewirtschaft.
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