Deutschland will Ukraine-Unterstützung massiv ausbauen
Wichtige Fakten
- • Russland kündigt weitere schwere Angriffe auf Kiew an.
- • Deutschland bestellt russischen Botschafter ein und verstärkt Unterstützung.
- • Außenminister Wadephul fordert zusätzliche 30 Milliarden Euro jährlich.
- • NATO-Gipfel in der Türkei soll über neue Hilfen entscheiden.
- • Sicherheitsexperte sieht Putin unter Druck und plädiert für mehr Hilfe.
Russland droht mit Angriffen auf Kiew und Entscheidungszentren
Russlands Außenminister Lawrow hat weitere systematische Angriffe auf Kiew angekündigt, die nicht nur militärische Ziele, sondern auch sogenannte Entscheidungszentren der Ukraine treffen sollen. Ausländer und Diplomaten wurden aufgefordert, die Stadt zu verlassen. Das Auswärtige Amt wertet dies als Einschüchterungsversuch und bestellte den russischen Botschafter ein, um klarzustellen, dass Deutschland nicht nachgeben werde.
Wadephul treibt Aufstockung der Hilfen voran
Außenminister Johann Wadephul (CDU) will die Unterstützung für die Ukraine deutlich ausbauen und die europäischen NATO-Partner sowie Kanada zu höheren Beiträgen bewegen. Der bestehende EU-Kredit für Militärmaterial umfasst jährlich rund 30 Milliarden Euro – Wadephul schlägt vor, mindestens dieselbe Summe zusätzlich aufzubringen, beschlossen werden soll beim NATO-Gipfel in der Türkei. Zugleich betont er die Notwendigkeit einer Doppelstrategie aus militärischer Unterstützung und diplomatischer Offenheit.
Sicherheitsexperte sieht günstigen Moment für mehr Druck
Der Sicherheitsexperte Nico Lange sieht Wladimir Putin sowohl an der Front als auch durch ukrainische Angriffe auf russisches Territorium unter Druck. Dies sei ein günstiger Moment, die Ukraine noch stärker zu unterstützen, um den russischen Präsidenten an den Verhandlungstisch zu zwingen. Allerdings warnen andere vor einer weiteren Eskalation durch den Einsatz moderner Raketen.
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