Pistorius in Kanada: Milliardenschwerer U-Boot-Deal im Fokus
Wichtige Fakten
- • Pistorius besucht erneut Kanada für U-Boot-Deal über 37 Milliarden Euro.
- • Deutsches Unternehmen TKMS bietet U-Boot-Typ 212 CD an.
- • Norwegen als erster Partner unterstützt einheitliche NATO-Standards.
- • Konkurrenz aus Südkorea verspricht schnellere und günstigere Lieferung.
- • Entscheidung soll vor NATO-Gipfel Anfang Juli in Istanbul fallen.
Kanada ist für Deutschland ein zentraler Partner, insbesondere seit die USA unter Donald Trump als unzuverlässig gelten. Bei seinem zweiten Besuch in nur sieben Monaten wirbt Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) für ein milliardenschweres Rüstungsgeschäft: Den Kauf von zwölf U-Booten des deutschen Herstellers TKMS vom Typ 212 CD im Wert von rund 37 Milliarden Euro. Norwegen ist bereits erster Partner und setzt sich gemeinsam mit Deutschland für einheitliche Waffensysteme in der NATO ein.
Der Deal ist strategisch bedeutsam, da er Kanadas Integration in das transatlantische Bündnis bekräftigen würde. Allerdings gibt es ernsthafte Konkurrenz aus Südkorea, die schnellere und günstigere Lieferungen verspricht. Die Entscheidung soll noch vor dem NATO-Gipfel Anfang Juli in Istanbul fallen, da Kanada unter Druck steht, seine Verteidigungsausgaben zu erhöhen – bisher liegt es weit unter dem NATO-Ziel.
Pistorius traf mehrere kanadische Minister und besuchte Firmen für mögliche Kooperationen. Eigentlich war auch ein Besuch in den USA geplant, mangels Terminen in Washington fiel dieser jedoch aus. Das deutet auf das angespannte transatlantische Verhältnis hin, obwohl Kanada unter Premier Mark Carney eine strategische Neuausrichtung erwägt. Die Reise zeigt Pistorius' neue Rolle als 'Außenrüstungswirtschaftsminister'.
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