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Wirtschaft 05.03.2026, 12:52 Aktualisiert: 05.03.2026, 15:07

DHL-Aktie stürzt ab: Geopolitische Unsicherheiten belasten Logistikriesen

DHL-Aktie verlor zeitweise über 5% und fiel auf tiefstes Niveau seit Dezember.

Wichtige Fakten

  • DHL-Aktie verlor zeitweise über 5% und fiel auf tiefstes Niveau seit Dezember.
  • Umsatz sank 2025 um 1,6% auf 82,9 Mrd. Euro, operativer Gewinn stieg auf 6,1 Mrd. Euro.
  • Konzern will Kosten bis 2027 um über 1 Mrd. Euro senken und strich bereits 17.000 Jobs.
  • Prognose für 2026: Operatives Ergebnis über 6,2 Mrd. Euro, deutlich unter Analystenerwartungen.
  • Zollpolitik von Donald Trump und Nahost-Konflikt mit Iran belasten globalen Warenhandel.

Geopolitische Unsicherheiten belasten DHL

Die Aktien der DHL Group gehörten zu den größten Verlierern im DAX, nachdem der Konzern einen von geopolitischer Unsicherheit geprägten Ausblick präsentierte. Konzernchef Tobias Meyer betonte, dass die Volatilität der Weltwirtschaft das Unternehmen auch 2026 begleiten werde, wobei insbesondere die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump den Handel bremse. Der globale Speditionsmarkt war 2025 von anhaltenden Konflikten und Zollunsicherheiten geprägt, was sich in einem schrumpfenden Umsatz in der Express-Sparte und Einbrüchen im Frachtgeschäft niederschlug.

Kostensenkungen und zurückhaltende Prognose

Trotz eines Umsatzrückgangs von 1,6% auf 82,9 Milliarden Euro im Jahr 2025 stieg der operative Gewinn dank Einsparungen um 3,7% auf 6,1 Milliarden Euro. DHL strich insgesamt 17.000 Jobs und plant, die Kosten bis 2027 um mehr als eine Milliarde Euro zu drücken. Für 2026 prognostiziert das Unternehmen ein operatives Ergebnis von über 6,2 Milliarden Euro, was im schlechtesten Fall nur ein kleines Plus darstellt und unter den Erwartungen der Analysten liegt. Meyer kalkulierte explizit keine Verbesserung des weltwirtschaftlichen Umfelds ein, was an der Börse negativ aufgenommen wurde.

Herausforderungen durch Nahost-Konflikt

Zusätzlich zu den Zollunsicherheiten kommen die Folgen des Konflikts mit dem Iran auf die Logistiker zu, die Verschiebungen im globalen Warenhandel erwarten lassen. DHL ist jedoch optimistisch, die wirtschaftlichen Folgen bewältigen zu können, da das Unternehmen stark in der Region vertreten ist und über ein flexibles Verteilnetz verfügt. Der Fokus liegt nun darauf, Marktanteile zu gewinnen und Spezialsegmente zu verbessern, um eine Wende beim Ergebniswachstum zu erreichen.

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