Neues Drohnenforschungszentrum in Sachsen-Anhalt eröffnet: Abwehr und Katastrophenschutz im Fokus
Wichtige Fakten
- • Neues DLR-Forschungszentrum in Cochstedt eröffnet.
- • Innenminister Dobrindt: Abwehr gegen hybride Bedrohungen.
- • 10 Millionen Euro Investition, 40 neue Arbeitsplätze geplant.
- • Rettungsdrohnen mit 5G-Modem und Infrarotkamera im Einsatz.
- • DLR testet autonome Drohnenschwärme für Lagebilder.
Eröffnung des Forschungszentrums
Heute wurde in Cochstedt, Sachsen-Anhalt, das neue „Technologiezentrum Drohnensicherheit“ eröffnet. Die Einrichtung am Nationalen Erprobungszentrum für Unbemannte Luftfahrtsysteme des DLR ist Teil einer Drei-Säulen-Strategie zur Drohnenabwehr. Innenminister Alexander Dobrindt betonte die Notwendigkeit, sich gegen hybride Bedrohungen zu wappnen, insbesondere nach dem versuchten Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle. Das Zentrum erhält bis zu zehn Millionen Euro für den Ausbau und schafft bis zu 40 Arbeitsplätze.
Innovative Drohnen für Katastrophenschutz
Parallel zu den Abwehrtechnologien wird die zivile Nutzung vorangetrieben. Die solarbetriebene „HAP-alpha“-Riesendrohne mit 27 Metern Spannweite kann in zwanzig Kilometern Höhe die Kommunikationsnetze in Krisengebieten aufrechterhalten. Im Katastrophenschutz haben DLR-Forschende autonome Rettungsdrohnen entwickelt, die mit Kameras, 5G-Modems und Lautsprechern ausgestattet sind. Im Ahrtal testeten sie die Drohnen zusammen mit Amphibienfahrzeugen.
Drohnenschwärme und Algorithmen
Ein Forschungsschwerpunkt liegt auf Drohnenschwärmen, die autonom fliegen und ein Lagebild in Echtzeit erstellen können. Algorithmen ermöglichen die Kollisionsvermeidung und Koordination in unbekanntem Gelände. Diese Technologien versprechen einen effizienteren Katastrophenschutz und eine verbesserte Reaktionsfähigkeit im Ernstfall.
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