DRK fordert Taschengeld-Verdopplung für FSJ-Helfer
Wichtige Fakten
- • DRK-Chef Gröhe fordert Taschengeld-Verdopplung für FSJ-Helfer.
- • Aktuell beträgt das Taschengeld rund 400 Euro monatlich.
- • Gröhe schlägt BAföG-Höchstsatz von 990 Euro plus Deutschlandticket vor.
- • FSJ ist für 16- bis 27-Jährige, etwa 50.000 Teilnehmer jährlich.
DRK fordert mehr Geld für FSJ-Helfer
Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Hermann Gröhe, hat eine deutliche Erhöhung des Taschengeldes für Teilnehmer eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) gefordert. Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte Gröhe, das aktuelle Taschengeld von etwa 400 Euro sei zu gering, um jungen Menschen aus finanziell schwierigen Verhältnissen den Dienst zu ermöglichen. Er schlägt vor, das Taschengeld auf den BAföG-Höchstsatz von 990 Euro anzuheben und zusätzlich ein Deutschlandticket bereitzustellen. Dies sei immer noch weit weniger als der Wehrsold von 2.600 Euro, würde aber die Teilhabe erhöhen. Das FSJ richtet sich an 16- bis 27-Jährige und dauert zwischen sechs und 18 Monaten. Jährlich absolvieren rund 50.000 junge Menschen den Dienst in sozialen Einrichtungen wie dem DRK, der Caritas oder den Maltesern.
Hintergrund der Forderung ist der wachsende Bedarf an Helfern in sozialen Einrichtungen bei gleichzeitig rückläufigen Bewerberzahlen. Die Bundesregierung plant laut früheren Berichten, die Mittel für Freiwilligendienste zu kürzen, was Gröhe kritisiert. Er betont den gemeinwohlorientierten Wert des FSJ und die Notwendigkeit, den Dienst finanziell attraktiver zu gestalten, insbesondere für Jugendliche aus einkommensschwachen Familien.
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