Drohnen-Alarm am Münchner Flughafen legt Flugverkehr lahm
Wichtige Fakten
- • Flugstopp am Münchner Flughafen wegen Drohnensichtung.
- • 26 Flüge umgeleitet nach Frankfurt, Nürnberg, Stuttgart, Linz.
- • Piloten meldeten verdächtige Wahrnehmung an Bundespolizei.
- • Polizeihubschrauber suchte nach Drohnen.
- • Bundeskanzler Merz vermutet russische Verantwortung hinter Anstieg der Drohnenflüge.
Am Münchner Flughafen hat eine mutmaßliche Drohnensichtung am Morgen des 30. Mai 2026 den Flugverkehr für rund eine Stunde lahmgelegt. Starts und Landungen wurden gegen 9 Uhr ausgesetzt, der Alarm gegen 10.05 Uhr aufgehoben, wie ein Flughafensprecher und der BR berichten. Zwei Piloten hatten eine verdächtige Wahrnehmung an die Bundespolizei gemeldet, woraufhin die Behörden in Abstimmung mit der Flugsicherung die Start- und Landebahnen sperrten. Ein Polizeihubschrauber wurde zur Suche eingesetzt.
Drei Flüge wurden annulliert, 26 geplante Landungen an andere Flughäfen umgeleitet, darunter Frankfurt am Main, Nürnberg, Stuttgart und Linz. Die Airportbetreiber arbeiten an Aufholprogramm für startverzögerte Flüge. Der Flughafen München gilt nach Frankfurt als zweitgrößter deutscher Airport und wichtiges Lufthansa-Drehkreuz.
Dieser Vorfall reiht sich in eine Serie von Drohnen-Alarmen über sicherheitskritischen Einrichtungen mehrerer EU- und NATO-Staaten. Bundeskanzler Friedrich Merz vermutet Hintergrund mancher Vorfälle in Russland; der Kreml wies dies zurück. Europaweit wird Debatte um verbesserte Drohnenabwehr geführt. Bundesminister Dobrindt kündigte Drohnenabwehrzentrum für Deutschland an; gesetzliche Regelungen erlauben Störsender und Abschuss – die Vorfälle bleiben politisch brisant.
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