Duterte muss sich vor dem Internationalen Strafgerichtshof verantworten
Wichtige Fakten
- • Rodrigo Duterte wird vor dem ICC wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt.
- • Die Vorverhandlung in Den Haag prüft Beweise für mutmaßliche außergerichtliche Tötungen.
- • Schätzungen zufolge starben 12.000 bis 30.000 Menschen im Anti-Drogen-Krieg der Philippinen.
- • Duterte weigert sich, an der Anhörung teilzunehmen, und bestreitet die Vorwürfe.
- • Die Anhörung endet am Freitag, eine Entscheidung folgt binnen 60 Tagen.
Vorverhandlung gegen Duterte beginnt
Der Internationale Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag hat mit einer Vorverhandlung gegen den ehemaligen philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte begonnen. Ihm werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen, im Zusammenhang mit einem Anti-Drogen-Krieg, bei dem Schätzungen zufolge zwischen 12.000 und 30.000 Menschen getötet wurden. Die Anhörung soll klären, ob ausreichend Beweise für eine Hauptverhandlung vorliegen, und endet am Freitag, mit einer schriftlichen Entscheidung innerhalb von 60 Tagen.
Duterte bestreitet Vorwürfe und bleibt fern
Duterte, 80, der im vergangenen Jahr nach Den Haag gebracht wurde, weigert sich, an der Anhörung teilzunehmen, und beruft sich auf sein Alter und Gesundheitsprobleme. Er bestreitet die Vorwürfe und erkennt die Zuständigkeit des Gerichts nicht an, während seine Verteidigung von kognitiven Beeinträchtigungen spricht. Das Gericht hat jedoch zuvor festgestellt, dass er verhandlungsfähig ist, und seine Abwesenheitsgründe als spekulativ eingestuft.
Opferfamilien fordern Gerechtigkeit
Familien der Opfer, wie Sarah Celiz, deren zwei Söhne 2017 getötet wurden, werfen Duterte Feigheit vor und hoffen auf Gerechtigkeit durch den ICC. Sie sehen das Gericht als letzte Hoffnung, da Duterte trotz internationaler Kritik im Inland populär blieb und seine Tochter Sara Duterte als Kandidatin für die Präsidentschaftswahl 2028 antritt, was Sorgen vor Vergeltung schürt.
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