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International 25.05.2026, 00:15 Aktualisiert: 25.05.2026, 18:01

Ebola-Ausbruch im Kongo: WHO warnt vor Lage - Eindämmung läuft zu langsam

WHO-Chef Tedros: Epidemie überholt die Hilfsmaßnahmen.

Wichtige Fakten

  • WHO-Chef Tedros: Epidemie überholt die Hilfsmaßnahmen.
  • 220 bestätigte Todesfälle bei über 900 Verdachtsfällen.
  • Uganda: Sieben Fälle, darunter zwei in Kampala.
  • 18 Ebola-Patienten flohen nach Angriff auf Krankenhaus.
  • Bundibugyo-Variante hat keinen Impfstoff oder Therapie.

WHO schlägt Alarm: Ebola-Ausbruch überholt die Hilfsmaßnahmen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt, dass der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo die Eindämmungsbemühungen überholt. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte am Montag bei einem virtuellen Treffen der Afrikanischen Union: „Wir verstärken unsere Einsätze, aber im Moment überholt uns die Epidemie.“ Die Zahl der Verdachtsfälle liegt laut WHO bei über 900, die der bestätigten Todesfälle bei 220. Tedros kündigte seine Reise in die Region für Dienstag an. Er appellierte an die Nachbarländer, sofort zu handeln.

Angriffe auf Krankenhäuser erschweren Eindämmung

Die Arbeit der Helfer wird durch Misstrauen und Gewalt der Bevölkerung massiv behindert. Das Krankenhaus in Mongbwalu (Provinz Ituri) wurde erneut angegriffen. Dabei zerstörten Angreifer Behandlungszelte, sodass 18 Patienten fliehen konnten. Am darauffolgenden Tag griffen Jugendliche, die Verwandte eines verstorbenen Geistlichen vertraten, die Klinik in vier Wellen an; weitere sieben Patienten flohen. Die Polizei und das Militär griffen ein, um die Ordnung wiederherzustellen. Ursache war der Streit um Begräbnisse: Behörden bestehen auf sicheren Bestattungen, während Angehörige traditionelle Riten fordern.

Ausbreitung nach Uganda und neue WHO-Stufung

Die Epidemie greift weiter um sich: Uganda meldete zwei weitere Ebola-Fälle, insgesamt sind es nun sieben, darunter erstmals Helfer in Kampala. Die WHO hatte am 22. Mai 2026 wegen des Ausbruchs eine „gesundheitliche Notlage internationaler Reichweite“ ausgerufen. Die Verbreitung wird auch durch die unruhige Lage und die hohe Mobilität in der Grenzregion erleichtert. Die Bundibugyo-Variante ist unbehandelbar – es gibt weder Impfstoff noch wirksame Therapie.

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