Schnellster Ebola-Wirkstofftest der Geschichte in der DR Kongo gestartet
Wichtige Fakten
- • Patienten sechs Wochen nach Ausbruch in Therapiestudie aufgenommen.
- • Kein zugelassenes Medikament oder Impfstoff gegen Bundibugyo-Stamm.
- • 1.792 bestätigte Fälle, 625 Tote seit 9. Juli.
- • Getestet werden Remdesivir und Antikörper MBP134.
- • Niedrige Vertrauensbasis und Zahlungsprobleme behindern Maßnahmen.
Rekordverdächtiger Beginn
Im aktuellen Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo (Ituri-Provinz) wurde der schnellste Wirkstofftest der Geschichte gestartet. Nur sechs Wochen nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 17. Mai den Ausbruch zur gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite erklärt hatte, wurden die ersten Patienten in die Behandlungsstudie aufgenommen.
Medikamente und Herausforderungen
Getestet werden Remdesivir (Gilead Sciences) und MBP134 (Mapp Biopharmaceutical), die bereits im Tiermodell gegen den verantwortlichen Bundibugyo-Stamm wirksam waren. Bis zum 9. Juli gab es 1.792 bestätigte Fälle und 625 Todesfälle. Der Stamm hat eine Sterblichkeit von etwa einem Drittel. Die Bekämpfung wird durch geringes Vertrauen der Bevölkerung, eine hohe Mobilität und fehlende Bezahlung von Helfern erschwert. Lokale Behörden bestätigten Zahlungen, doch Aktivitäten sind eingeschränkt.
Hoffnung auf Durchbruch
Das von der WHO gesponserte Partners-Programm soll mindestens 700–1.000 Patienten einschließen. Wenn die Medikamente wirken, könnte die Sterblichkeit wie bei anderen Ebolastämmen deutlich sinken. Ein weiterer Test mit Obeldesivir nahe des Kontakts soll ab dieser Woche beginnen, benötigt aber noch Finanzierung.
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