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International 06.02.2026, 15:15 Aktualisiert: 06.02.2026, 18:04

Ehemaliger polnischer Justizminister Ziobro unter Haftbefehl

Polnisches Bezirksgericht Warschau ordnet drei Monate Untersuchungshaft für Ex-Justizminister Zbigniew Ziobro an.

Wichtige Fakten

  • Polnisches Bezirksgericht Warschau ordnet drei Monate Untersuchungshaft für Ex-Justizminister Zbigniew Ziobro an.
  • Ziobro wird 26 Straftaten, darunter Veruntreuung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, vorgeworfen.
  • Er hat sich nach Ungarn abgesetzt und dort politisches Asyl beantragt.
  • Ein europäischer Haftbefehl könnte ausgestellt werden.
  • Ziobro argumentiert, Vorwürfe seien politisch motiviert und allein Regierungspropaganda.
Dem ehemaligen polnischen Justizminister Zbigniew Ziobro droht wegen 26 Anklagen, darunter Vorwürfen der Veruntreuung und der Gründung einer kriminellen Vereinigung, eine Untersuchungshaft. Das Bezirksgericht Warschau hat eine dreimonatige Untersuchungshaft angeordnet, während sich Ziobro in Ungarn aufhält, wo er Asyl beantragt hat. Zu den wichtigsten Vorwürfen gehören die Veruntreuung von Millionen Euro aus einem Justizfonds für Verbrechensopfer, die angeblich für den Kauf von Überwachungssoftware verwendet wurden. Dies soll auch zur Bespitzelung von Oppositionspolitikern genutzt worden sein. Im Falle einer Verurteilung könnte Ziobro eine Haftstrafe von bis zu 25 Jahren erwarten. Er betrachtet die Vorwürfe als politische Inszenierung der Regierung. Der amtierende polnische Justizminister betont hingegen die Unabhängigkeit der Justizuntersuchungen.

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