Ein Jahr schwarz-rote Koalition: Fleißige Regierung in schwierigem Umfeld
Wichtige Fakten
- • Die Koalition aus CDU, CSU und SPD wurde vor einem Jahr gegründet.
- • Friedrich Merz wurde erst im zweiten Wahlgang zum Bundeskanzler gewählt.
- • Über 400 Vorhaben und 150 Gesetze wurden bisher durchs Kabinett gebracht.
- • Nur 21 Prozent der Deutschen sind mit der Arbeit von Kanzler Merz zufrieden.
- • Große Reformen wie Rente und Pflege wurden in Kommissionen verschoben.
Ein turbulentes erstes Jahr
Vor einem Jahr präsentierten CDU, CSU und SPD ihren Koalitionsvertrag mit dem Ziel, eine handlungsfähige Regierung zu bilden und einen Neustart nach der gescheiterten Ampel-Koalition zu wagen. Der Start verlief jedoch holprig: Kanzlerkandidat Friedrich Merz wurde erst im zweiten Wahlgang gewählt, und die Lockerung der Schuldenbremse noch vor Amtsantritt führte zu ersten Vertrauensbrüchen.
Arbeit unter schwierigen Bedingungen
Trotz interner Spannungen und öffentlicher Kritik brachte die Koalition über 400 Vorhaben durchs Kabinett und verabschiedete mehr als 150 Gesetze. Allerdings wurden große Reformprojekte wie Pflege, Gesundheit und Rente in Kommissionen verschoben. Gleichzeitig belasteten internationale Krisen wie der Ukraine-Krieg, Eskalationen im Nahen Osten und Zollstreitigkeiten die Arbeit.
Geringe öffentliche Zustimmung
Laut ARD-DeutschlandTrend sind nur 21 Prozent der Deutschen mit der Arbeit von Kanzler Merz zufrieden, was weit unter den Werten seines Vorgängers Olaf Scholz liegt. Die Koalitionäre bemühen sich um bessere Zusammenarbeit, doch die Stimmung bleibt angespannt, während externe Faktoren wie der Iran-Krieg und steigende Benzinpreise zusätzlichen Druck erzeugen.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.