El Niño in historischer Stärke: UN warnt vor „Zone der extremen Wetterextreme“
Wichtige Fakten
- • El Niño könnte stärkster seit mindestens 1950 werden.
- • UN-Chef Guterres warnt vor 'Zone extremer Wetterextreme'.
- • WMO: El Niño wird bis mindestens Februar 2027 anhalten.
- • Meerestemperaturen im Pazifik über 8°C über Durchschnitt.
- • Panamakanal reduziert Schiffsverkehr wegen Dürre um 10%.
UN warnt vor extremen Wetterextremen
Die Welt hat laut UN-Generalsekretär António Guterres eine „Zone der extremen Wetterextreme“ betreten, da der aktuelle El Niño globale Auswirkungen zeigt. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) meldet, dass dieses Naturphänomen das stärkste seit über 70 Jahren werden und bis mindestens Februar 2027 anhalten könnte. Guterres betonte, dass der Planet „in unbekanntem Terrain“ sei und die Ozeane sich weiter erwärmten.
Rekordtemperaturen im Pazifik
Die Meeresoberflächentemperaturen im zentralen und östlichen tropischen Pazifik liegen aktuell über 2 Grad Celsius über dem Durchschnitt, in einigen Regionen sogar fast 4 Grad. Unterhalb der Oberfläche sind die Temperaturen örtlich mehr als 8 Grad höher als normal, was auf ein sehr starkes El Niño-Ereignis hindeutet.
Globale Auswirkungen auf Wetter und Menschheit
El Niño verändert weltweit Wettermuster: Prognosen sagen trockenere Bedingungen in Südostasien, Zentralamerika und Teilen Südamerikas voraus, mit erhöhter Dürre- und Waldbrandgefahr. Die Zahl der Schiffe, die den Panamakanal passieren, wird wegen erwarteter geringerer Niederschläge um über 10% reduziert. In Indonesien kämpfen Behörden gegen Waldbrände, die über 107.000 Hektar Land verbrannt haben. China erwartet in diesem Jahr sieben Taifune. Feuchtere Bedingungen werden in Ostafrika, Südbrasilien und den südlichen USA erwartet, was Überschwemmungen begünstigt.
Verletzliche Regionen und Anpassungsmaßnahmen
Peru, Ecuador und Teile Brasiliens sind besonders gefährdet und könnten von Starkregen, Sturzfluten und Erdrutschen betroffen sein. Die USA haben das Hospitalschiff USNS Comfort an die peruanische Küste entsandt. Michael Aréstegui von Practical Action betont die Notwendigkeit von Frühwarnsystemen und strukturellen Verbesserungen, da El Niño nicht isoliert wirke, sondern auf bestehende Schwachstellen wie Wohnraum in gefährdeten Gebieten und schwache Gesundheitssysteme treffe.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.