Teilen:
Energiespeicher für Dunkelflauten: Kombination verschiedener Technologien nötig
Energiespeicher müssen kombiniert werden, je nach Dauer und Leistung.
Wichtige Fakten
- • Energiespeicher müssen kombiniert werden, je nach Dauer und Leistung.
- • Kurzfristspeicher gleichen Schwankungen in Sekunden aus.
- • Wärmespeicher sind für Industrie und Gebäude wichtig.
- • Wasserstoff als Langfristspeicher benötigt noch Infrastruktur.
- • Ein europäisches Netz und Lastmanagement helfen bei Dunkelflauten.
Dunkelflauten: Herausforderung für die Energiewende
Eine internationale Studie unter Leitung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zeigt, dass zur Vermeidung von Stromausfällen bei Dunkelflauten ein Mix aus verschiedenen Speichertechnologien nötig ist. Aktuell stammen an guten Sommertagen rund 70 Prozent des deutschen Stroms aus Erneuerbaren. Bei Dunkelflauten können jedoch Engpässe entstehen.Verschiedene Speichertechnologien im Überblick
Die Forscher empfehlen ein „Ökosystem“ aus Kurz-, Mittel-, Langfrist- und saisonalen Speichern. Kurzfristspeicher wie Schwungräder und Kondensatoren gleichen Schwankungen innerhalb von Sekunden aus, während Pumpspeicher für den Mittelfristbereich geeignet sind. Für tagelange Dunkelflauten setzt das KIT auf grünen Wasserstoff, der in Brennstoffzellen oder Gaskraftwerken genutzt werden kann. Daneben sind Wärmespeicher für Industrie und Gebäude relevant, kombinierbar mit Druckluftspeichern.Netz- und Lastmanagement als Lösungsansätze
Expert Manuel Baumann sieht die Gefahr von Blackouts als gering an, da ein europäisches Netz und Lastmanagement in der Industrie helfen können. David Wedepohl vom BSW bezeichnet die verbleibenden technischen Herausforderungen als lösbares „Engineering-Problem“.Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.