Epstein nutzte systematisch Modelbranche für Missbrauch in Europa
Wichtige Fakten
- • Mindestens 19 Europäerinnen wurden über Modelscouts zu Epstein gebracht.
- • Epsteins Scout Daniel S. schickte Fotos von über 52 Frauen, eine minderjährig.
- • Anwalt spricht von systematischer Täuschung zur sexuellen Ausbeutung.
- • 2008 wurde Epstein verurteilt, aber setzte Missbrauch fort.
- • Ermittlungen in Frankreich, Polen und Lettland wegen Menschenhandels laufen.
Systematische Rekrutierung durch Modelscouts
Recherchen von NDR, WDR und SZ belegen: Jeffrey Epstein nutzte ein Netzwerk von Modelscouts, um in Europa junge Frauen für sexuellen Missbrauch zu rekrutieren. Mindestens 19 Frauen aus verschiedenen europäischen Ländern wurden identifiziert. Die Scouts versprachen Model-Karrieren und täuschten die Opfer. Einer der Scouts, Daniel S., schickte Epstein über Jahre hinweg Fotos von Frauen, darunter eine Minderjährige.
Epsteins Methode und Folgen
Die Akten zeigen ein wiederkehrendes Muster: Nach Kontaktaufnahme und Skype-Gesprächen wurden Frauen zu Epstein eingeladen. Dort wurden sie unter Vorsprachen wie Assistenzjobs sexuell missbraucht und in Abhängigkeit gehalten. Epstein stand bereits 2008 wegen Prostitution einer Minderjährigen unter Strafe, setzte aber laut Anwälten den Missbrauch fort. Ein Beispiel ist Mara (Name geändert), die über eine Nagelstudio-Ansprache rekrutiert wurde.
Internationale Reaktionen und ausstehende Aufklärung
Nach der Veröffentlichung der Epstein-Akten richteten mehrere europäische Staaten wie Frankreich, Polen und Lettland Sonderermittlungseinheiten ein. In Frankreich meldeten sich rund 20 mutmaßliche Opfer, darunter eine Deutsche. Anwalt Arick Fudali betont, Epstein sei ein Meister der Manipulation gewesen. Die Scouts wie Daniel S. weisen jede Mitwissen-schaft zurück. Jean-Luc Brunel, ein weiterer Beschuldigter, nahm sich 2022 in Haft das Leben.
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