Ermittlungen zu Al-Fayed-Skandal: Polizei befragt weiteren Verdächtigen
Wichtige Fakten
- • 154 Opfer haben Vorwürfe sexueller Übergriffe gemeldet.
- • Ein Mann in den 60ern wurde als Verdächtiger befragt.
- • BBC-Dokumentation enthüllte Ausmaß der Vorwürfe 2024.
- • Ermittlungen umfassen jetzt auch Menschenhandelsvorwürfe.
- • Opfer fordern Untersuchung des gesamten Netzwerks.
Ermittlungsstand
Die Londoner Metropolitan Police hat einen Mann in seinen 60ern im Zusammenhang mit den mutmaßlichen Verbrechen des ehemaligen Harrods-Besitzers Mohamed Al Fayed befragt. Er wird verdächtigt, Beihilfe zu Vergewaltigung, sexuellem Missbrauch und Menschenhandel geleistet zu haben. Insgesamt wurden bereits vier Personen befragt, darunter drei Frauen, jedoch noch keine Festnahmen vorgenommen.
Hintergrund und Ausmaß
Die Vorwürfe gegen Al Fayed, der 2023 starb, wurden durch eine BBC-Dokumentation im September 2024 öffentlich. Mehr als 20 ehemalige Harrods-Mitarbeiterinnen beschuldigten ihn sexueller Übergriffe. Die Polizei hat mittlerweile 154 Opfermeldungen registriert und die Ermittlungen auf Menschenhandelsvorwürfe ausgeweitet.
Forderungen der Betroffenen
Opfervertreter und eine Kampagnengruppe fordern eine umfassende Aufklärung des Netzwerks, das die mutmaßlichen Taten ermöglicht haben soll. Sie vergleichen den Fall mit dem Epstein-Skandal und erwarten weitere Befragungen. Ein Treffen mit der zuständigen Ministerin Jess Phillips hat bereits stattgefunden, ein Gespräch mit dem Premierminister ist geplant.
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