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Wissen 20.06.2026, 02:55 Aktualisiert: 20.06.2026, 08:01

Erster Fall von Vogelgrippe H5N1 auf australischem Festland bestätigt

Ein Zugvogel (Braune Skuas) starb an H5N1 in Westaustralien.

Wichtige Fakten

  • Ein Zugvogel (Braune Skuas) starb an H5N1 in Westaustralien.
  • Ein zweiter Vogel (Riesensturmvogel) zeigt Anzeichen einer Infektion.
  • Keine Auswirkungen auf Geflügel- oder Agrarbetriebe bisher nachgewiesen.
  • Australien bereitete sich mit 113 Millionen Dollar auf die Ankunft vor.

Nachweis der Vogelgrippe auf dem Festland

Der tödliche Vogelgrippe-Stamm H5N1 ist erstmals auf dem australischen Festland nachgewiesen worden. Die Landwirtschaftsministerin Julie Collins bestätigte, dass ein in Westaustralien gefundener Seevogel, eine Braune Skuas, positiv auf H5N1 getestet wurde und an der Krankheit starb. Der Vogel wurde letzte Woche im Cape-Le-Grand-Nationalpark in der Nähe von Esperance entdeckt. Eine zweite Probe eines Riesensturmvogels aus derselben Region deute ebenfalls auf eine Infektion hin, die Abstriche würden nun an das CSIRO-Labor zur Bestätigung gesendet.

Reaktion der Behörden und Risikoeinschätzung

Die Ministerin versprach eine koordinierte nationale Antwort, die zunächst den Grad der Ausbreitung in der Tierwelt klären solle. Es gebe bisher keine Hinweise auf Massensterben oder eine Infektion von Geflügel. Premierminister Anthony Albanese äußerte sich besorgt und verwies auf vorbereitende Maßnahmen mit einem Budget von 113 Millionen Dollar.

Gefährdung heimischer Arten

Für einheimische Wildtiere könnte der Einschlag massiv sein. Kate Millar von BirdLife Australia warnte, das Virus habe bereits weltweit Populationen devastiert. Heimische Arten wie der Tasmanische Teufel, der vom Aussterben bedrohte Papagei 'Orange-bellied Parrot' oder auch der Schwarze Schwan seien besonders gefährdet. Es existieren mehr als 100 Notfallpläne für bedrohte Arten und Biotope.

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