ESC 2026: Auftakt unter Protest – Israel im Finale, Boykott hält an
Wichtige Fakten
- • 45 Länder nehmen am ESC 2026 in Wien teil.
- • Fünf Länder boykottieren wegen Israels Gaza-Politik.
- • Israel zog mit ‚Michelle‘ von Noam Bettan ins Finale ein.
- • Avrotros-Direktor nennt Boykott 'furchtbar traurig'.
- • Neue Wahlregeln begrenzen Telefonvotes auf 10 pro Person.
Auftakt in Wien
Der Eurovision Song Contest 2026 in Wien hat mit dem ersten Halbfinale begonnen. 15 Länder traten an, darunter Israel, das mit Noam Bettans Song 'Michelle' das Finale erreichte. Der Auftritt war von Buhrufen und Protesten begleitet, der Sender ORF kündigte an, diese nicht zu zensieren. Drei Personen wurden wegen Störungen entfernt. Deutschland tritt im ersten Halbfinale an und qualifizierte sich fürs Finale. Moderiert wird das Großevent von Victoria Swarovski und Michael Ostrowski.
Fünf Boykotteure bleiben fern
Einige Länder bleiben aus Protest fern. Neben den Niederlanden verzichten auch Spanien, Slowenien, Island und Irland – allesamt mit Verweis auf Kritik am israelischen Vorgehen im Gazastreifen und Vorwürfen der Einflussnahme beim letzten ESC. Der niederländische Rundfunkvertreter Avrotros bedauert die Entscheidung, kann aber für sich keinen Kompromiss sehen.
Spaltung in der EU und neue Wahlregeln
Der Boykott illustriert die tiefe Spaltung der EU in der Israel-Politik. Experten bemängeln, dass jeder Staat eigene Sanktionen umsetze, die Position der EU damit außenpolitisch geschwächt werde. Als Reaktion auf die Vorwürfe, Israel habe den ESC 2025 mit einer Regierungskampagne beeinflusst, führt die EBU für 2026 neue Wahlregeln ein: So ist die Anzahl der Telefonvotes auf maximal 10 begrenzt, zudem sind bei Online-Abstimmungen Kreditkartendaten nötig, um die Herkunft zu prüfen.
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