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Politik 12.05.2026, 11:09

ESC-Boykott: Niederlande und vier weitere Länder bleiben aus Protest gegen Israel fern

Niederlande, Spanien, Slowenien, Island und Irland boykottieren den ESC 2026.

Wichtige Fakten

  • Niederlande, Spanien, Slowenien, Island und Irland boykottieren den ESC 2026.
  • Grund: Ablehnung des israelischen Vorgehens im Gazastreifen.
  • Israel soll den ESC 2025 aktiv beinflusst haben.
  • 35 Länder nehmen Teil, darunter Deutschland.
  • Der Boykott sorgt auch in der EU für Debatten.

ESC-Boykott 2026

Fünf europäische Länder – die Niederlande, Spanien, Slowenien, Island und Irland – boykottieren den Eurovision Song Contest 2026 aus Protest gegen die Teilnahme Israels. Grund ist die Kritik am israelischen Vorgehen im Gazastreifen sowie die Vorwürfe, die israelische Regierung habe den ESC 2025 in der Schweiz durch eine Wahlkampagne ihrer Künstlerin beeinflusst. Die Europäische Rundfunkunion (EBU) hat daraufhin die Regeln für den diesjährigen Wettbewerb angepasst.

Uneinigkeit in der EU

Die Niederlande reagieren auf eine gespaltene öffentliche Meinung: Umfragen zufolge befürwortet rund die Hälfte der Bevölkerung den ESC-Verzicht, die andere Hälfte lehnt ihn ab. Etwa 35 Staaten nehmen weiterhin teil, darunter Deutschland. Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete die Boykott-Debatte als „Skandal“ und betonte, Israel gehöre selbstverständlich zum ESC. Der Streit illustriert auch die politischen Differenzen in der EU: Während einige Länder wie Spanien härtere Sanktionen gegen Israel fordern, scheitern entsprechende Beschlüsse im EU-Rat an mangelnder Einheit.

Wirtschaftliche Risiken

Nahost-Experte Daniel Gerlach sieht Parallelen zwischen der ESC-Kontroverse und den Spannungen innerhalb der EU. Der anhaltende Boykott aus Protest könnte den Wettbewerb finanziell belasten, insbesondere durch das Fehlen großer Geldgeber wie Spanien. Diese könnten nicht nur die EBU, sondern auch die übergeordnete europäische Einheit schwächen.

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