Eskalation des Grenzkonflikts zwischen Afghanistan und Pakistan
Wichtige Fakten
- • Pakistanische Jets griffen Bagram Airbase an, Afghanistans Luftabwehr wehrte ab.
- • Beide Seiten melden widersprüchliche Opferzahlen: Pakistan spricht von 415 afghanischen Soldaten.
- • Afghanistan gibt 36 getötete Zivilisten und über 80 tote pakistanische Soldaten an.
- • Pakistan erklärt sich im 'offenen Krieg' mit Afghanistan.
- • Diplomatische Bemühungen Saudi-Arabiens und Katars bisher ohne Waffenstillstand.
Zusammenfassung
Der Grenzkonflikt zwischen Afghanistan und Pakistan hat sich mit Luftangriffen auf die ehemalige US-Basis Bagram Airbase weiter zugespitzt. Afghanische Behörden meldeten, pakistanische Militärjets hätten am Sonntagmorgen versucht, den Stützpunkt nördlich von Kabul zu bombardieren, seien aber durch Luftabwehrsysteme abgewehrt worden. Pakistan bestätigte Luftschläge auf afghanische Städte, einschließlich Kabul und Kandahar, und erklärte sich im "offenen Krieg" mit Afghanistan. Beide Seiten veröffentlichen stark voneinander abweichende Opferzahlen, die unabhängig schwer zu überprüfen sind.
Hintergrund und Auswirkungen
Die Kämpfe, die bereits seit Donnerstag andauern, wurden durch afghanische Angriffe entlang der Grenze ausgelöst, auf die Pakistan mit Boden- und Luftoperationen reagierte. Islamabad wirft der Taliban-Regierung vor, nicht gegen militante Gruppen vorzugehen, die Angriffe in Pakistan verüben, was Kabul zurückweist. Internationale Vermittlungsversuche durch Saudi-Arabien und Katar haben bisher keinen Waffenstillstand erzielt. Die Eskalation bereitet der internationalen Gemeinschaft Sorge, da in der Region weiterhin Gruppen wie al-Qaida und der Islamische Staat präsent sind.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.