Ethik-Experten warnen: KI kann rechnen, aber nicht entscheiden
Wichtige Fakten
- • KI kann einfache Routinetätigkeiten ersetzen, aber keine sozialen Entscheidungen treffen.
- • Ein sokratischer Chatbot hilft, eigene Lösungen zu finden, wird aber weniger gewählt.
- • KI-Systeme im medizinischen Bereich zeigen selbst bei hoher Genauigkeit Akzeptanzprobleme.
- • Forschende warnen vor Illusion, dass KI komplexe menschliche Werte ersetzen könne.
Warnung vor unkritischem KI-Einsatz
Forschende warnen vor einem unkritischen Einsatz Künstlicher Intelligenz. „Die KI kann rechnen, aber entscheiden muss der Mensch“, sagt Maximilian Kiener vom Institut für Ethik in der Technologie an der Technischen Universität Hamburg. Er betont, dass KI keine Wertsetzungen vornehmen könne: „Welchen Karriereweg soll ich verfolgen? Anwalt werden, Ärztin werden? Da gibt es nicht die eine Antwort.“ Ethik bremse die KI-Entwicklung nicht, sondern mache sie erst nützlich.
Sokratischer Chatbot und medizinische KI
Matthias Uhl von der Universität Hohenheim hat einen sokratischen Chatbot entwickelt, der Fragen stellt, statt Antworten zu geben. Tests zeigten, dass er hilft, moralisch ausgewogenere Entscheidungen zu treffen. Allerdings wird die rückfragende KI weniger gerne gewählt, weil Nutzer lieber direkte Ratschläge hören. Im medizinischen Bereich tun sich viele Ärzte schwer mit KI, auch wenn diese oft genauer analysiert. Eine KI, die Unsicherheit offenlegt, könnte das Vertrauen stärken – ab 2027 sollen Mediziner das neue System testen.
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