EU-Asylanträge 2025 deutlich zurückgegangen
Wichtige Fakten
- • Asylanträge in der EU 2025: 822.000 (19% weniger als 2024).
- • Deutschland: 163.000 Anträge (31% Rückgang gegenüber 2024).
- • Weniger Anträge aus Syrien (-72%) und der Türkei (-40%).
- • Mehr Anträge aus Afghanistan (117.000) und Venezuela (91.000).
- • EU-Asylreform (GEAS) muss bis Mitte 2026 umgesetzt werden.
Rückgang der Asylanträge in der EU
Die Zahl der Asylanträge in der Europäischen Union und assoziierten Staaten wie Norwegen und der Schweiz ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent auf rund 822.000 gesunken. Laut einem Bericht der EU-Asylagentur (EUAA) ist dieser Rückgang vor allem auf deutlich weniger Anträge aus Syrien zurückzuführen, wo nach dem Sturz von Baschar al-Assad Ende 2024 die Fluchtbewegungen abnahmen. Auch aus der Türkei und Bangladesch gingen die Zahlen zurück, während Anträge aus Afghanistan und Venezuela zunahmen.
Deutschland weiterhin mit meisten Anträgen
Deutschland verzeichnete mit 163.000 Asylanträgen weiterhin die höchste Zahl in der EU, was einem Rückgang von 31 Prozent gegenüber 2024 entspricht. In Frankreich blieb die Zahl stabil, während Spanien, Italien und Griechenland leichte Rückgänge meldeten. EU-Migrationskommissar Magnus Brunner führt den deutlichen Rückgang auf die europäische Migrationswende und verstärktes Engagement entlang der Routen zurück.
Umsetzung der Asylreform
Die EU arbeitet an der Vollendung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS), das bis Mitte 2026 umgesetzt werden soll. Dieses System zielt darauf ab, die Einreise von Flüchtlingen besser zu ordnen und die Verteilung zwischen den Mitgliedstaaten fairer zu gestalten, um Missbrauch vorzubeugen und Schutzbedürftigen zu helfen.
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