EU-Chemikalienbehörde stuft TFA als hochgefährlich ein
Wichtige Fakten
- • TFA kann die Fruchtbarkeit verringern und das Kind im Mutterleib schädigen.
- • TFA ist sehr persistent und reichert sich im Wasser und Umwelt an.
- • TFA kann nicht aus Abwasser gefiltert werden.
- • Die Einstufung könnte das geplante PFAS-Verbot in der EU beeinflussen.
Einstufung von TFA als besonders besorgniserregend
Die Europäische Chemikalienagentur ECHA hat die „Ewigkeitschemikalie“ Trifluoressigsäure (TFA) als besonders schädlich eingestuft. Der Prüfausschuss der Behörde stufte TFA als unzerstörbar und gefährlich für die menschliche Fortpflanzung ein. Der Stoff kann die Fruchtbarkeit verringern, das ungeborene Kind schädigen sowie Schilddrüse und Leber beeinträchtigen.
Verbreitung und Risiken in der Umwelt
TFA löst sich schnell in Wasser, gelangt in Böden und Trinkwasser und kann aus Abwasser nicht gefiltert werden. Die Einstufung erhöht den Druck auf die EU-Kommission, die an einem umfassenden Verbot der PFAS-Stoffgruppe arbeitet. Das Bundeswirtschaftsministerium sieht ein Komplettverbot kritisch, während Umweltorganisationen auf eine schnelle Regulierung drängen. Die Pharmaindustrie nutzt TFA als Lösungsmittel, und Chemiekonzerne setzen es als Grundchemikalie ein.
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