EU plant Lockerung des Wasserrechts für strategische Minen in trockenen Regionen
Wichtige Fakten
- • Mehr als die Hälfte der 33 geplanten EU-Minen liegt in Trockengebieten.
- • Sechs strategische Minen sind in wasserarmen Regionen Spaniens geplant.
- • Die EU-Kommission plant die Revision der Wasserrahmenrichtlinie.
- • Umweltorganisation Ecologistas en Acción klagt gegen sechs spanische Minen.
- • Der globale Bedarf an kritischen Rohstoffen hat sich seit 2010 verdreifacht.
Geplante EU-Minen in wasserarmen Regionen
Die Europäische Kommission plant, die EU-Wasserrahmenrichtlinie zu überarbeiten, um den Abbau kritischer Rohstoffe zu beschleunigen. Eine Analyse von Watershed Investigations zeigt, dass mehr als die Hälfte der 33 strategischen Minen in Gebieten liegt, die in den letzten zwei Jahrzehnten ausgetrocknet sind. Fast die Hälfte dieser Standorte war in den letzten drei Monaten von Dürre betroffen, ein Viertel gilt als wasserstressig. Besonders betroffen sind Spanien, Portugal und Griechenland, die zu den zehn wasserärmsten EU-Ländern zählen.
Widerstand gegen Bergbauprojekte
Umweltorganisationen wie Ecologistas en Acción klagen gegen die Ausweisung der Minen als strategische Projekte. Sie kritisieren, dass die Risiken für Wasserressourcen und Biodiversität nicht ausreichend geprüft wurden. Die Industrie hingegen fordert längere Fristen und mehr Rechtssicherheit. Die EU-Kommission verteidigt die Projekte mit Verweis auf unabhängige Prüfungen und Umweltauflagen. Experten warnen jedoch vor irreversiblen Schäden, falls die Schutzmechanismen aufgeweicht werden.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.