EU will bei KI-Chips aufholen – Abhängigkeit von Taiwan bleibt
Wichtige Fakten
- • Taiwan beliefert 90% des Weltmarkts mit KI-Chips.
- • EU will Chip-Produktion bis 2030 auf 20% Anteil steigern.
- • Infineon und TSMC bauen Fabriken in Dresden.
- • Hohe Energie- und Arbeitskosten behindern Chip-Fertigung in Europa.
- • EU fokussiert Chips-Gesetz nun auf Nachfrageförderung.
Taiwan dominiert KI-Chip-Produktion
Der taiwanische Halbleiterstandort produziert rund 90 Prozent der modernsten KI-Chips weltweit. Der US-Konzern Nvidia stellte auf der Computex seinen neuen "RTX-Spark"-Chip vor, der taiwanesische Werke nutzt. Allein Nvidia plant jährliche Investitionen von 150 Milliarden Dollar in Taiwan. Dank KI-Boom erwartet Taiwan 2026 ein Wirtschaftswachstum von zehn Prozent.
EU will Chips-Abhängigkeit verringern
Mit einem neuen Chips-Gesetz will die EU-Kommission die europäische Chip-Produktion ankurbeln. Bisher steigerte Europa seinen Marktanteil von acht auf elf Prozent, peilt aber 20 Prozent bis 2030 an. Ein Fokuswechsel fördert nun die Nachfrage nach "Made in Europe". Rechenzentrums-Kapazitäten sollen in fünf bis sieben Jahren verdreifacht werden.
Silicon Saxony als Zugpferd
Trotz gescheiterter Intel-Fabrik in Magdeburg wächst das Halbleitercluster in Dresden: TSMC, Bosch, Infineon und NXP bauen eine Fabrik vor allem für Auto-Chips. Infineon errichtet in Rekordzeit ein weiteres Werk. Europa bleibt aber als Lieferant von Maschinen für ChipFabriken wichtig. Experten bezweifeln eine vollständige Abkopplung von Taiwan.
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