Euphrat-Überflutungen in Syrien: Dörfer evakuiert, Ernten zerstört
Wichtige Fakten
- • Ungewöhnlich starke Niederschläge führten zu Überflutungen am Euphrat in Ostsyrien.
- • Türkische und syrische Behörden öffneten Staudämme, um eine Überlastung zu verhindern.
- • Fünf Menschen, darunter vier Kinder, ertranken in den Fluten.
- • Brücken stürzten ein, Strom- und Wasserversorgung in Dörfern fielen aus.
- • Kritik an syrischer Regierung wegen verspäteter Reaktion und mangelnder Vorsorge.
Überschwemmungen am Euphrat
Entlang des Euphrat in Syrien haben ungewöhnlich intensive Niederschläge der vergangenen Wochen zu schweren Überflutungen geführt. Betroffen ist insbesondere die Region Deir ez-Zor. Bewohner wurden aus umliegenden Dörfern evakuiert, nachdem der Wasserspiegel des Flusses abrupt angestiegen war. Ursache waren kontrollierte Wasserabgaben der türkischen Behörden aufgrund hoher Pegelstände an Talsperren, die wiederum syrische Staudammbetreiber zur Öffnung ihrer Dämme veranlassten. Mindestens fünf Menschen ertranken, mehrere Brücken stürzten ein.
Folgen und Kritik
In vielen Dörfern fielen Strom und Trinkwasserversorgung aus. Besonders betroffen sind Binnenflüchtlinge, die in Zelten leben. Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa besuchte die Region. Während die türkischen Behörden vor der Flutwelle gewarnt hatten, kritisiert Syriens Energieminister die zu späte Warnung. Die syrische Regierung steht wegen verpasster vorbeugender Maßnahmen in der Kritik, da ein frühzeitiges schrittweises Ablassen des bereits vollen Stausees Schäden hätte mindern können.
Hilfsmaßnahmen
Der Rote Halbmond versorgt Betroffene mit Trinkwasser, Nahrung und Notunterkünften und klärt über die anhaltende Hochwassergefahr auf, die mindestens das Wochenende andauert.
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