EVG droht mit Dienstplan-Blockade und Streiks im Regionalverkehr
Wichtige Fakten
- • EVG droht mit Blockade der Dienstpläne ab Januar. (19 Wörter)
- • Zahl der Angriffe auf Bahnmitarbeiter steigt jährlich. (12 Wörter)
- • 200 zusätzliche Sicherheitskräfte von Bahn eingestellt. (15 Wörter)
- • Bodycams für ca. 2.000 Beschäftigte in der Nutzung. (14 Wörter)
Streikdrohung der EVG im Regionalverkehr
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) droht mit deutschlandweiten Blockadeaktionen im Regionalverkehr, falls die Bundesregierung das Strafmaß für Angriffe auf Zugbegleiter nicht bald verschärft. Gewerkschaftschef Martin Burkert fordert, dass das versprochene Gesetz noch in diesem Jahr in den Bundestag kommt, andernfalls werde man ab Januar 2027 die Dienstpläne nicht mehr zustimmen und den Betrieb lahmlegen. Er äußerte sich enttäuscht über die Politik: "Seitens der Politik gab es betroffene Gesichter und große Worte, aber keine Taten."
Hintergrund und Forderungen
Der Vorstoß folgt auf den tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter im Februar 2026 in Rheinland-Pfalz. Ralf Damde, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats bei DB Regio, betont, dass statistisch täglich acht Bahnmitarbeiter angegriffen werden und niemand sicher sei, gesund nach Hause zu kommen. Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) hatte angekündigt, den Gesetzentwurf zum Schutz besonders gefährdeter Berufsgruppen anzupassen, doch die konkrete Aufnahme von Bahnmitarbeitern ist noch offen. Der Gesetzentwurf befindet sich noch in der regierungsinternen Abstimmung.
Steigende Angriffszahlen und Maßnahmen
Die Zahl der Übergriffe auf Bahnmitarbeiter steigt seit Jahren; im vergangenen Jahr registrierte die Bundespolizei rund 2.690 Angriffe (plus elf Prozent). Die Deutsche Bahn hat als Reaktion unter anderem 2.000 Bodycams eingeführt, die freiwillig genutzt werden, und 200 zusätzliche Sicherheitskräfte eingestellt. Zudem wird ein Hilferufknopf weiterentwickelt, um in Gefahrensituationen unauffällig Hilfe zu rufen.
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