Ex-SNP-Chef Peter Murrell gesteht Untreue von 400.000 Pfund
Wichtige Fakten
- • Peter Murrell gestand Untreue von 400.310,65 Pfund.
- • Er nutzte Parteigelder für Luxusartikel wie Auto und Wohnmobil.
- • Ex-Premierministerin Sturgeon zeigte sich erschüttert, betonte Unwissenheit.
- • Die Polizeiermittlungen (Operation Branchform) laufen seit 2021.
- • Murrell wurde in Untersuchungshaft genommen; Urteil am 23. Juni.
Geständnis vor Gericht
Der frühere Geschäftsführer der Schottischen Nationalpartei (SNP), Peter Murrell, hat sich vor dem High Court in Edinburgh schuldig bekannt, über 400.000 Pfund von der Partei veruntreut zu haben. Das Geständnis erfolgte im Rahmen einer Abmachung mit der Staatsanwaltschaft. Der Richter Lord Young wertete die Tat als „schweren Vertrauensbruch“ und ordnete Untersuchungshaft an. Das Strafmaß soll am 23. Juni verkündet werden. Murrell droht eine lange Haftstrafe.
Details der Veruntreuung
Laut Anklage hatte Murrell über 12 Jahre hinweg Partei gelder für den eigenen Lebensstil verwendet. Die Anklageschrift umfasst 119 Seiten mit erworbenen Gegenständen, darunter ein Jaguar, ein Wohnmobil (124.000 Pfund), ein VW Golf sowie Gartengeräte, Kindles und eine Luxus-Pen. Murrell reichte gefälschte Rechnungen ein und nutzte Kreditkarten auf Namen von SNP-Mitarbeitern, um seine Tarnung zu sichern.
Reaktionen und Ermittlungen
Die frühere schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon, von der Murrell inzwischen geschieden ist, zeigte sich „zutiefst entsetzt“ und betonte, von den Machenschaften nichts gewusst zu haben. Auch sie war 2023 vorübergehend festgenommen worden, aber ohne Anklage freigelassen worden. Die Operation Branchform der Polizei Schottland läuft seit Juli 2021, nachdem Beschwerden über die Parteifinanzen laut geworden waren.
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