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International 22.02.2026, 07:21 Aktualisiert: 22.02.2026, 10:02

Explosionen in Lwiw und Diskussion über westliche Truppenpräsenz in der Ukraine

Explosionen in Lwiw töteten eine Polizistin und verletzten 15 Menschen.

Wichtige Fakten

  • Explosionen in Lwiw töteten eine Polizistin und verletzten 15 Menschen.
  • Bürgermeister Sadowyj spricht von einem Terroranschlag mit zwei Detonationen.
  • Russland griff auch Kiew und Odessa mit Drohnen und Raketen an.
  • Boris Johnson fordert sofortige Entsendung westlicher Nicht-Kampftruppen.
  • Die britische Regierung plant Truppen nur nach einem Friedensabkommen.

Explosionen in Lwiw

In der westukrainischen Stadt Lwiw ereigneten sich in der Nacht Explosionen, bei denen nach Angaben von Bürgermeister Andrij Sadowyj eine 23-jährige Polizistin getötet und 15 weitere Personen verletzt wurden. Die Sicherheitskräfte waren zunächst zu einem angeblichen Einbruch gerufen worden, als die erste Explosion ausgelöst wurde; eine zweite Detonation folgte beim Eintreffen von Verstärkung. Sadowyj bezeichnete den Vorfall als Terroranschlag, bei dem auch zwei Autos, darunter ein Streifenwagen, beschädigt wurden. Gleichzeitig griff Russland laut Behörden Kiew und Odessa mit Drohnen, ballistischen Raketen und Marschflugkörpern an, wobei in Kiew mindestens zwei Menschen verletzt wurden und Infrastruktur wie ein Wärmekraftwerk getroffen wurde.

Debatte über westliche Truppen

Der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson hat in einem BBC-Interview gefordert, dass Großbritannien und seine Verbündeten sofort Nicht-Kampftruppen in friedliche Regionen der Ukraine entsenden sollten, um ein Zeichen der Unterstützung zu setzen und Russlands Präsident Putin unter Druck zu setzen. Johnson kritisierte, dass der Westen zu zögerlich reagiert habe und dadurch Leben gekostet worden seien, und argumentierte, dass Truppen bereits jetzt geschickt werden könnten, wenn sie nach einem Waffenstillstand geplant sind. Die aktuelle britische Regierung unterstreicht hingegen ihre militärische Unterstützung für die Ukraine und plant Truppen nur im Falle eines Friedensabkommens einzusetzen, wie Verteidigungsminister John Healey betonte.

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