Pakistanische Luftangriffe in Afghanistan eskalieren Grenzkonflikt
Wichtige Fakten
- • Pakistanische Luftangriffe töteten laut afghanischen Angaben 18 Zivilisten in Grenzprovinzen.
- • Pakistan bezeichnete die Angriffe als Vergeltung für Selbstmordanschläge durch Terrorgruppen.
- • Die Taliban verurteilten die Angriffe und drohten mit einer angemessenen Reaktion.
- • Der Konflikt flammte nach einem IS-Anschlag auf ein schiitisches Gemeindehaus in Pakistan auf.
- • Friedensverhandlungen unter Vermittlung von Katar und Türkei brachten keine nachhaltige Lösung.
Zusammenfassung
Pakistanische Luftangriffe im Grenzgebiet zu Afghanistan haben nach afghanischen Angaben mindestens 18 Menschen getötet, wobei afghanische Staatsmedien von zivilen Opfern in Wohngebieten der Provinzen Nangarhar und Paktika berichten. Pakistan hingegen erklärte, die Angriffe hätten sieben Lager und Verstecke der pakistanischen Taliban sowie des Islamischen Staats (IS) gegolten und seien eine Vergeltung für jüngste Selbstmordanschläge, darunter einen auf ein schiitisches Gemeindehaus nahe Islamabad, für den sich der IS bekannte.
Hintergrund und Reaktionen
Die Taliban in Afghanistan verurteilten die Luftangriffe als Verletzung der territorialen Integrität und drohten mit einer "angemessenen und wohlüberlegten Reaktion". Pakistan wirft den Taliban vor, Terrorgruppen wie die pakistanischen Taliban zu unterstützen, was Kabul bestreitet. Der Konflikt eskalierte nach einem brüchigen Waffenstillstand im Oktober 2025, und Friedensverhandlungen unter Vermittlung von Katar und der Türkei blieben bisher ohne nachhaltigen Erfolg.
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