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Wirtschaft 23.07.2026, 13:14 Aktualisiert: 23.07.2026, 15:02

EZB belässt Leitzinsen bei 2,25 Prozent – nächste Erhöhung im September möglich

EZB lässt Einlagensatz bei 2,25 Prozent.

Wichtige Fakten

  • EZB lässt Einlagensatz bei 2,25 Prozent.
  • Lage im Iran-Krieg sorgte für Zinspause.
  • Inflationsrate im Euroraum sank auf 2,8 Prozent.
  • Ökonomen erwarten Zinserhöhung im September.
  • Sparer profitieren bislang kaum von höheren Zinsen.

EZB hält Zinsniveau stabil

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren Leitzins unverändert bei 2,25 Prozent belassen, wie der EZB-Rat am Donnerstag in Frankfurt entschied. Die Entscheidung fiel einstimmig, wie Präsidentin Christine Lagarde betonte. Dennoch merkte sie an, dass einige Ratsmitglieder eine Erhöhung erwogen hätten, aber aufgrund der unklaren Lage im Iran-Krieg zunächst abwarteten.

Kein Spielraum für Optimismus

Zwar dämpfte der billigere Tankrabatt die Inflation in Deutschland deutlich: 2,3 Prozent im Juni; im Euroraum liegt sie aber noch bei 2,8 Prozent – deutlich über der Zielmarke von zwei Prozent. Weil der Konflikt zwischen den USA und Iran die Ölpreise auf rund 100 Dollar pro Barrel treibt, sind die Inflationsrisiken nicht gebannt, warnt die Notenbank. Eine Mehrheit von Ökonomen rechnet daher bereits im September mit der nächsten Zinserhöhung.

Sparer: Ende der Durststrecke?

Höhere Leitzinsen kommen Sparern grundsätzlich zugute, doch die Banken geben die besseren Konditionen nur zögerlich weiter. Nach der Junianhebung erhöhten lediglich rund ein Sechstel aller Geldinstitute ihre Einlagenzinsen, ergab eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox. Wenn Europas Währungshüter im Herbst nachlegen, könnten die Kontoinhaber aber bald über windige zweistellige Zinsen jubeln.

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