Eskalation im Iran-Krieg treibt Energiepreise und belastet Aktienmärkte
- • Der DAX fällt auf 22.839 Punkte, sein tiefster Stand seit April 2025.
- • Der Gaspreis (TTF) steigt um bis zu 35% auf 74 Euro pro Megawattstunde.
- • Iran attackiert Raffinerien in Kuwait und Saudi-Arabien sowie LNG-Anlagen in Katar.
"Die weitere Eskalation des Iran-Krieges droht, die Energie- und Lebensmittelpreise langfristig in die Höhe zu treiben und globale Lieferketten zu stören."
Energiepreisexplosion durch Iran-Krieg belastet Wirtschaft und treibt Inflation
- • Ölpreis stieg auf bis zu 120 Dollar, Gaspreise verdoppelten sich teilweise.
- • Experten prognostizieren Inflation in Eurozone von über 3% bis 4% in sechs bis neun Monaten.
- • Deutschland will nationale Ölreserven freigeben, um angespannte Märkte zu stabilisieren.
"Die Dauer des Iran-Kriegs wird entscheidend dafür sein, ob aus dem aktuellen Preisschock eine neue Inflationswelle wird, wobei die EZB aus den Fehlern von 2022 gelernt hat und schneller reagieren könnte."
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Rennen um die Nachfolge von Christine Lagarde an der EZB-Spitze
- • Christine Lagarde könnte vor Ende ihrer Amtszeit als EZB-Präsidentin zurücktreten.
- • Deutsche Kandidaten wie Joachim Nagel oder Isabell Schnabel gelten als chancenlos.
- • Die EZB genießt derzeit hohe Glaubwürdigkeit durch erfolgreiche Geldpolitik.
"Die Nachfolge von Christine Lagarde wird voraussichtlich einen reibungslosen Übergang mit Fokus auf Kontinuität in der Geldpolitik erfordern."
Spekulationen um vorzeitigen Rücktritt von EZB-Präsidentin Lagarde nehmen zu
- • Financial Times berichtet über Lagardes möglichen vorzeitigen Rücktritt vor Oktober 2027
- • Rücktritt soll Nachfolge vor französischer Präsidentschaftswahl im April 2027 ermöglichen
- • EZB-Sprecher: Lagarde hat keine Entscheidung über Amtsende getroffen
"Die mögliche vorzeitige Nachfolgeregelung soll politische Blockaden verhindern, hat aber laut Experten vorerst keine direkten Auswirkungen auf die aktuelle Geldpolitik der EZB."
Lebensmittelpreise und Inflationsentwicklung in Deutschland: Ein Blick auf die neuen Trends
- • Die Inflation liegt weiterhin bei etwa 2 Prozent, was dem Ziel der Europäischen Zentralbank entspricht.
- • Lebensmittelpreise sind seit 2020 um 37 Prozent gestiegen.
- • Vier große Handelsgruppen dominieren den deutschen Lebensmittelmarkt mit einem Umsatzanteil von 87,2 Prozent.
"Die Inflationsrate wird voraussichtlich um das Ziel der EZB von 2 Prozent schwanken, während Lebensmittelpreise stabil bleiben. Ein erneuter Preisschock wird nicht erwartet."
EZB lässt Leitzinsen unverändert trotz Spannungen mit den USA
- • Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins zum fünften Mal in Folge bei 2,0 Prozent belassen.
- • Der Euro hat gegenüber dem Dollar auf 1,20 notiert, die höchste Notierung seit über drei Jahren.
- • Christine Lagarde verließ demonstrativ ein Abendessen beim Weltwirtschaftsforum in Davos als Protest gegen die kritischen Worte des US-Handelsministers Howard Lutnick.
"Angesichts der volatilen globalen politischen Lage bleibt die Inflationsentwicklung unsicher. Sollte sich die Euro-Aufwertung verstärken, könnte die EZB zu einer Anpassung der Zinspolitik gezwungen sein."
Finanzmärkte in Aufruhr: DAX verliert weiter und Rüstungssektor unter Druck
- • Der DAX fiel um 0,5 % auf 24.491 Punkte und liegt nahe seinem Jahrestief.
- • Die Rheinmetall-Aktien sanken um mehr als sechs Prozent aufgrund von Unsicherheiten im Rüstungssektor und hohen Erwartungen für 2026.
- • Der Silberpreis könnte laut Experten in Richtung 60 US-Dollar oder tiefer fallen.
"Die anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten durch schwache US-Arbeitsmarktdaten und den Druck auf Edelmetalle und Kryptowährungen könnten auch zukünftig zu Kursverlusten führen. Die Märkte sind weiterhin nervös insbesondere in Hinblick auf die geldpolitischen Entscheidungen der EZB und die hohe Liquiditätssorgen."
Inflationsrate in der Eurozone erreicht fünfjährigen Tiefststand
- • Die Inflation in der Eurozone fiel im Januar 2026 auf 1,7 Prozent.
- • Frankreich und Italien verzeichneten besonders niedrige Inflationsraten von 0,4% und 1,0%, während die Inflation in Deutschland bei 2,1% lag.
- • Energiepreise in der Eurozone sanken um 4,1% im Vergleich zum Vorjahr.
"Es wird erwartet, dass die Europäische Zentralbank die Möglichkeit einer Zinssenkung in Betracht zieht, da die Inflationsrate unter dem Ziel von 2,0% liegt. Der Markt spekuliert auf eine mögliche Zinssenkung im Laufe des Jahres."
Inflation in Deutschland erreicht 2,1 Prozent im Januar 2026
- • Die Inflation in Deutschland stieg im Januar 2026 auf 2,1 %.
- • Preistreiber waren vor allem Dienstleistungen mit einem Anstieg von 3,2 %.
- • Lebensmittelpreise erhöhten sich um 2,1 %, insbesondere Kaffee, Schokolade und Fleisch.
"Die Bundesbank geht davon aus, dass die Inflationsrate zeitweise unter zwei Prozent rutschen könnte, doch wird im Gesamtjahr 2026 ein Wert leicht über zwei Prozent erwartet. Der starke Euro könnte weiterhin die Inflation dämpfen, während Mindestlohnerhöhungen sie anheizen könnten."
Karlspreis 2026 geht an Mario Draghi – Direktorium betont Europas Wettbewerbsfähigkeit
- • Der Aachener Karlspreis 2026 wird an den früheren EZB-Präsidenten und ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi verliehen.
- • Das Karlspreis-Direktorium würdigt Draghi als Persönlichkeit, die „zielgerichtet und mit unerschütterlicher Entschlossenheit“ Großes für Europa geleistet habe.
- • Als zentraler Grund wird Draghis „Whatever it takes“-Ankündigung genannt, mit der er in einer dramatischen Situation zur Stabilisierung des Euro beigetragen und nach Darstellung des Direktoriums Binnenmarkt und Währungsunion vor dem Scheitern bewahrt habe.
"Mit der Preisverleihung am 14. Mai dürfte die Debatte um Europas wirtschaftliche und politische Handlungsfähigkeit weiter an Bedeutung gewinnen – insbesondere vor dem Hintergrund der vom Direktorium betonten „dramatischen Lage“ und der Forderung nach mehr Wettbewerbsfähigkeit und Innovation."
Inflation 2025 in Deutschland bei 2,2 Prozent – Energie dämpft, Dienstleistungen bleiben teuer
- • Das Statistische Bundesamt beziffert die durchschnittliche Inflationsrate für 2025 auf 2,2% – wie bereits 2024.
- • Destatis-Präsidentin Ruth Brand erklärte, die Entwicklung der Verbraucherpreise habe sich damit „stabilisiert“.
- • Im November und Dezember 2025 lagen die Verbraucherpreise jeweils 1,8% über dem Vorjahr; damit fiel die Teuerung erstmals wieder unter das Zwei-Prozent-Ziel der EZB.
"Für 2026 rechnen Ökonomen weiterhin mit Inflationsraten oberhalb von zwei Prozent, zugleich gilt eine Rückkehr zu den starken Preisschüben der Jahre 2022 und 2023 als wenig wahrscheinlich. Belastungsfaktoren bleiben vor allem preistreibende Dienstleistungen sowie politische und tarifliche Kosteneffekte (Deutschlandticket, Mindestlohn)."