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Inland 31.05.2026, 15:04 Aktualisiert: 31.05.2026, 23:00

FDP-Parteitag: Kubicki gewinnt knapp, Strack-Zimmermann droht Widerstand an

Kubicki setzte sich mit 59 Prozent gegen Strack-Zimmermann durch.

Wichtige Fakten

  • Kubicki setzte sich mit 59 Prozent gegen Strack-Zimmermann durch.
  • Der Parteitag war von offenem Richtungsstreit zur AfD geprägt.
  • Kubicki will Strack-Zimmermann nicht gewinnen, sieht sich als Bürgerrechtler.
  • Strack-Zimmermann warnt: Wer mit der AfD kokettiert, hat sie gegen sich.

Kubicki setzt sich in Kampfabstimmung durch

Beim Bundesparteitag der FDP am 31. Mai 2026 in Berlin hat sich Wolfgang Kubicki in einer überraschenden Kampfabstimmung gegen Marie-Agnes Strack-Zimmermann durchgesetzt. Knapp 59 Prozent der 662 Delegierten stimmten für Kubicki, 39 Prozent für die Verteidigungspolitikerin. Die FDP zeigte sich dabei quicklebendig: 1.500 Gäste und 175 Medienvertreter verfolgten das Geschehen in der Berliner Halle. Der Parteitag war von einem tiefen Riss zwischen den Lagern gekennzeichnet, der sich insbesondere an der Haltung zur AfD und der sogenannten Brandmauer entzündete.

Offene Feindseligkeiten zwischen den Flügeln

Mehrere Redner wie Carina Konrad und Konstantin Kuhle kritisierten die Äußerungen Kubickis zu einer möglichen Öffnung nach rechts aufs Schärfste. Der neue Vorsitzende Kubicki selbst zeigte sich im Anschluss wenig versöhnlich und erklärte, es sei ihm gleichgültig, wie die Partei nach innen empfinde. Strack-Zimmermann drohte mit konsequentem Widerstand, sollte Kubicki weiterhin mit der AfD kokettieren. Auch der designierte Generalsekretär Martin Hagen erhielt nur schwache 59 Prozent Zustimmung.

Herausforderungen und Chancen für Kubicki

Beobachter sehen in Kubicki nun eine doppelte Herausforderung: Nach außen muss er die FDP als eigenständige Kraft profilieren, ohne dabei die innere Einheit zu gefährden. Kubicki sieht sich selbst als Bürgerrechtler und Sozialliberalen, was an alte FDP-Tugenden anknüpft. Die Landtagswahlen im September in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin werden zum ersten echten Test für die zerstrittene Partei.

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