Fed-Chef Warsh vor Bewährungsprobe: Inflationsängste erschüttern Anleihemarkt
Wichtige Fakten
- • Investoren erwarten Signal gegen Inflation von Fed-Chef Warsh.
- • US-Staatsanleihen unter Verkaufsdruck, Renditen nahe 2007-Hoch.
- • US-Schulden übersteigen erstmals 40 Billionen Dollar.
- • Warsh lehnt 'Spoon-Feeding' der Märkte ab, spricht über Produktivität.
- • Fed-Zinserhöhungen im nächsten Jahr wahrscheinlich.
Fed-Chef unter Druck
Der neue US-Notenbankchef Kevin Warsh steht beim jährlichen Jackson-Hole-Symposium vor einer kritischen Bewährungsprobe. Angesichts von Inflationsängsten und Trumps Steuer- und Ausgabenplänen hoffen Anleger auf klare Signale im Kampf gegen die Teuerung. Bislang zeigte sich Warsh jedoch zurückhaltend, den Märkten zu viel Orientierung zu geben.
Anleihemärkte in Aufruhr
Die Sorge vor einer durch den Iran-Konflikt angeheizten Inflation hat zu einem dramatischen Ausverkauf bei US-Staatsanleihen geführt. Anleger verlangen höhere Renditen, die zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit 2007 stiegen. Die US-Staatsverschuldung hat erstmals die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten. Finanzminister Scott Bessent versucht, die Gemüter zu beruhigen, indem er ankündigte, die Anleihekäufe der US-Regierung zu verdoppeln.
Unklare Geldpolitik erzeugt Volatilität
Warsh betonte zwar seine Entschlossenheit, die Inflation zu bekämpfen, ließ aber Details vermissen. Stattdessen will er sich in seiner Rede mit grundlegenden Fragen wie Produktivität und Demografie befassen. Diese Zurückhaltung könnte neue Unsicherheit an den Märkten schüren. Ökonomen warnen vor weiterer Volatilität, sollte Warsh die Inflationsrisiken nicht ernst nehmen.
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